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Peter Schneider: "Ich will mit Salzburg Meister werden"

22. Okt 2021 · Lesedauer 3 min

Es war einer der Top-Transfers des Sommers: Peter Schneider kehrt in die ICE Hockey League zurück und unterschreibt in Salzburg. Mit neun Scorerpunkten in zehn Spielen hat sich der Stürmer bereits gut eingelebt.

Die Saison 2018/19 darf getrost als die beste Spielzeit in der Eishockey-Karriere von Peter Schneider bezeichnet werden. Mit 81 Scorerpunkten in 72 Spielen schoss er die Vienna Capitals ins Finale und sich selbst zum MVP der Saison. Kein Wunder, dass ausländische Clubs auf den Stürmer aufmerksam wurden.

Es folgte der Wechsel in die Schweiz zum EHC Biel. Nach einer Saison bei Biel und einer weiteren in Tschechien beim HC Kometa Brno ist Schneider jedoch zurück in der ICE Hockey League. Im Sommer unterschrieb er beim EC Salzburg. Aus den Gründen machte Schneider nie einen Hehl: "Ich habe immer gesagt, ich möchte den nächsten Karriereschritt machen und einen Meistertitel gewinnen."

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Das Objekt der Begierde: Peter Schneider (r.) mit dem Meisterpokal und Rafael Rotter (l.) bei einem Medientermin vor der Saison 

Corona-Situation ebenfalls ausschlaggebend

Mit den Salzburgern sieht der 30-Jährige gute Chancen den ersten Meistertitel seiner Karriere einzufahren. Eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entscheidung hat auch die Corona-Situation in den letzten eineinhalb Jahren gespielt. "Ich konnte nicht nach Hause fahren, weil die Grenzen dicht waren. Natürlich habe ich mir dann gedacht, es wäre schön wieder in Österreich zu spielen."

Der erste Eindruck vom Umfeld und der Stadt ist gut. Schneider zeigt sich sowohl von der Stadt Salzburg als auch vom "höchst professionellen Umfeld" beeindruckt. Der Nationalspieler war aber nicht die einzige Top-Verstärkung der "Bullen" im Sommer. Mit Ali Wukovits und Ty Loney (beide zuvor Vienna Capitals) schlossen sich zwei Topspieler der Liga im Sommer den Salzburgern an. Auch die verpflichteten Legionäre wie Vincent LoVerde oder T.J. Brennan hinterlassen bisher einen starken Eindruck.

CHL-Gruppensieg trotz Verletzungssorgen

Schneider lobt die Qualität in der Mannschaft: "Die Kurve zeigt nach oben. Man sieht, dass wir ein Team sind, dass – trotz der vielen Ausfälle – oben mitspielt. Vor allem in der CHL (Champions Hockey League, Anm. d. Red.) haben wir es schon sehr gut gemacht."

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Peter Schneider hier im Trikot der österreichischen Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Tschechien 

Tatsächlich hat Head Coach Matt McIlvane in der Frühphase der Saison mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Beim CHL-Spiel in Bozen letzte Woche musste der Coach gleich auf elf Spieler verzichten. Dennoch qualifizierte sich Salzburg in der Champions League mit fünf Siegen aus sechs Spielen souverän für das Achtelfinale. In der Liga liegt man aktuell auf Platz vier.

Dass sich die österreichische Liga im internationalen Vergleich nicht verstecken muss, betont auch Schneider, der den Vergleich zu seinen Auslandsstationen zieht: "Natürlich sind die Schweiz und Tschechien Top-Ligen in Europa aber die österreichische Liga wird jedes Jahr besser und ist sehr ausgeglichen und interessant."

Ob der 30-Jährige den Schritt ins Ausland noch einmal wagt, kann er derzeit nicht sagen: "Jetzt bin ich einmal in Salzburg. Ich denke Schritt für Schritt." Der nächste Schritt ist klar definiert: Der Meistertitel mit dem EC Salzburg. 

Maximilian PatakQuelle: Redaktion / mpa