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OÖ-Derby um Rang eins in Qualifikations-Gruppe

01. Apr. 2022 · Lesedauer 3 min

Beim Derby zwischen dem LASK und der SV Ried in Pasching geht es am Samstag in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga nicht nur um die Vorherrschaft in Oberösterreich, sondern um Platz eins in der Qualifikationsgruppe. Die WSG Tirol ist neuerlich bei Hartberg in der Steiermark gefordert. Ein Zähler fehlt den Wattenern auf den TSV, der ebenfalls gegen den Abstieg punkten will. Tabellenschlusslicht SCR Altach will daheim gegen den FC Admira weiter Punkte holen (alle 17.00 Uhr).

Die Linzer haben aktuell den ersten Ligaplatz mit 16 Punkten inne, zwei Zähler dahinter lauern die Innviertler auf Rang zwei. Mit einem Heimsieg könnten sich die "Athletiker" somit ein Stückchen vom Rieder Rivalen absetzen. Die Statistik sieht im Oberösterreich-Derby jedoch keinen wirklichen Favoriten.

In den beiden bisherigen Saison-Duellen feierten beide Mannschaften jeweils 1:0-Heimsiege. Im Oberhaus trafen der LASK und Ried insgesamt 44 Mal aufeinander, 17 Mal gingen die Innviertler als Sieger vom Platz, 15 Erfolge feierten die Linzer. Für den Gastgeber spricht jedoch der Heimvorteil mit 6.000 Fans im Rücken und auch die zuletzt ordentlichen Ergebnisse. In den letzten acht Bundesliga-Begegnungen gab es nur eine Niederlage (0:1 beim WAC am 6. März), die letzte Heimschlappe datiert gar vom 24. Oktober (0:1 gegen Altach).

Im Duell um den ersten Sieg in der Qualigruppe zwischen Hartberg und Wattens könnte die Situation ebenfalls kaum enger sein. "Die Mannschaft brennt darauf, sich für die Niederlage gegen Wattens zu rehabilitieren und damit in der Tabelle auch einen Schritt nach vorne zu machen", sagte TSV-Coach Klaus Schmidt.

Vor seinem dritten Spiel als Betreuer der Hartberger ist Schmidt nach zwei 0:0 gegen Altach und den LASK heiß auf den ersten Dreier. Gelingt der, könnten die Oststeirer, einen vollen Erfolg von Ried beim LASK vorausgesetzt, punktemäßig zum Leader der Qualifikationsgruppe aufschließen. Verlieren sie, könnte wiederum Schlusslicht Altach den Anschluss zum TSV schaffen.

Der SCR Altach und der FC Admira hatten in den ersten beiden Partien der Qualifikationsgruppe die gleiche Punkteausbeute geholt. Im direkten Duell in der Cashpoint Arena wollen beide Teams den positiven Trend prolongieren. Das Schlusslicht würde mit einem Heimerfolg bis auf einen Zähler an den Konkurrenten aus Niederösterreich heranrücken, der sich wiederum selbst viel Luft im Abstiegskampf verschaffen kann.

Wie man im Ländle gewinnen kann, wissen die Südstädter genau. Am 26. Februar hatten sie dort mit einem 2:0 drei Punkte entführt. "Wir sind gut gerüstet, haben vor ein paar Wochen hier gewonnen. Die Jungs müssen wieder mit einer gewissen Lockerheit auftreten", forderte Admira-Coach Andreas Herzog. Auch im Oktober vor Heimpublikum hatte sich die Admira übrigens mit 2:0 durchgesetzt. Mit einem Selbstläufer rechnete der ÖFB-Rekord-Teamspieler deshalb aber nicht. "Es wird ein sehr intensives und umkämpftes Spiel werden", war sich der 53-Jährige sicher.

Mut machen kann seiner Truppe jedenfalls auch der Blick auf die Statistik. Gegen Altach ging nur eines der jüngsten 13 Bundesliga-Spiele verloren, zuletzt gab es vier Siege und ein Remis. Hinzu kommt, dass die Admira in der Liga auswärts allgemein sieben Mal in Folge nicht verloren hat, dabei allerdings gleich sechsmal remisierte. "Ich bin kein Fan von Statistiken, am Ende wird abgerechnet ohne Statistiken", betonte Altachs Trainer Ludovic Magnin. Das 2:1 in Ried vor der Länderspielpause war ein echter Befreiungsschlag für seine Truppe.

Quelle: Agenturen