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Olympia-2026-Organisatoren verzichten auf Tiroler Bobbahn

19. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die Bobbahn in Igls bei Innsbruck wird nicht als Austragungsstätte der Bob-, Rodel-und Skeletonbewerbe im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo genutzt werden.

Dies erklärte am Donnerstag Luigivalerio Sant'Andrea, Regierungskommissar und Geschäftsführer der Gesellschaft "Milano Cortina 2020-2026", die für den Bau der Infrastrukturen für die Winterspiele zuständig ist. Das Problem seien zu hohe Renovierungskosten.

Teure Renovierung wäre notwendig

Die Bobbahn in Igls könne nur mit einer Renovierung genutzt werden, die Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro verursachen würde, berichtete Sant'Andrea laut Medien. Ausgeschlossen wurde auch die Nutzung der Bobbahn in Cesana im norditalienischen Piemont, die für die Olympischen Winterspiele in Turin 2006 gebaut wurde, denn sie sei nicht mehr nutzbar. Andere Einrichtungen seien in zumutbarer Entfernung nicht vorhanden.

Bobbahn-Bau in Cortina

So soll jetzt eine Bobbahn in Cortina gebaut werden. Diese soll im Rahmen eines "Sliding Centre" genannten Sportgelände entstehen, auf dem die Disziplinen Bob, Parabob, Rodeln und Skeleton ausgetragen werden sollen, berichtete der Regierungskommissar. Der Zeitplan ist eng gesteckt. Noch vor dem Sommer soll ein Auftrag für die Errichtung der Bobbahn vergeben werden, damit die Arbeiten spätestens im Juli beginnen können. In der Zwischenzeit wird in einigen Wochen mit dem Abriss der alten, 2008 stillgelegten und inzwischen verfallenen "Eugenio Monti"-Piste begonnen.

1,4 Milliarden Euro hat die italienische Regierung bereits für die Winterspiele locker gemacht, die insgesamt 2,1 Milliarden Euro kosten sollten. 500 Millionen Euro hofft sie, dank Sponsoren einzutreiben. Italien hatte bereits die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin organisiert.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo