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Epstein-Skandal

Nach Festnahme von Ex-Prinz Andrew: Polizei sucht in Windsor

Heute, 09:14 · Lesedauer 2 min

Am Morgen nach der vorübergehenden Festnahme des früheren Prinzen Andrew hat die britische Öffentlichkeit auf erste Ergebnisse von der Polizei gewartet.

Am königlichen Gelände in Sandringham, wo Andrew Mountbatten-Windsor mittlerweile wohnt, versammelten sich am Freitag Dutzende Medienvertreter. 

Zu sehen war der jüngere Bruder von König Charles III. zunächst aber nicht. Die Polizei führte unterdessen weitere Durchsuchungen in Windsor durch.

Die Thames Valley Police hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass die Durchsuchungen in der Grafschaft Norfolk, wo das Sandringham-Anwesen liegt, beendet seien, in Berkshire aber andauerten. In der Grafschaft westlich von London hatte Andrew auf dem Gelände von Schloss Windsor seinen früheren Wohnsitz.

Trump: "Sehr bedauerlich für die königliche Familie"

Der frühere Prinz war Donnerstag früh, an seinem 66. Geburtstag, im Zusammenhang mit seiner Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen und am Abend wieder entlassen worden. 

Ihm wird Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt vorgeworfen, er soll in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den 2019 gestorbenen US-Unternehmer weitergeleitet haben.

Die Festnahme sorgte in Großbritannien für Aufruhr. Die Monarchie sei in die größte Not gestürzt worden, schrieb die Zeitung "Daily Mail". US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Vorgänge als "Schande" und "sehr bedauerlich für die königliche Familie". Andrew hat sich bisher weder zur Festnahme noch zu den Vorwürfen geäußert.

Video: Ex-Prinz Andrew an seinem Geburtstag verhaftet

Zusammenfassung
  • Der frühere Prinz Andrew wurde an seinem 66. Geburtstag am Donnerstagmorgen im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein festgenommen und am selben Abend wieder freigelassen.
  • Die Polizei setzte nach abgeschlossenen Durchsuchungen in Norfolk ihre Ermittlungen in Berkshire fort, während sich Dutzende Medienvertreter am königlichen Anwesen in Sandringham versammelten.
  • Die Festnahme und die Vorwürfe gegen Andrew, vertrauliche Dokumente weitergegeben zu haben, sorgen in Großbritannien für Aufruhr; US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Fall als "Schande" und "sehr bedauerlich für die königliche Familie".