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ÖSV peilt gemeinsames Tournee-Finale in Bischofshofen an

04. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der Österreichische Skiverband peilt eine Vierschanzentournee für Skispringerinnen an den traditionellen Tournee-Orten Innsbruck und Bischofshofen für die Saison 2024/25 an.

Das Finale sollen Männer und Frauen gemeinsam in Bischofshofen bestreiten. "Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass in Bischofshofen beide Geschlechter die Finalspringen machen - dass man es nicht gegenläufig macht, sondern eine richtige Inklusion", sagte ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober in Innsbruck.

Vorhaben von deutscher Seite aus gescheitert

"Das wäre für alle das Beste. Dann könnte man es auch gemeinsam vermarkten", ergänzte Stadlober. In Innsbruck plant man ab 2024/25 mit einer Flutlichtanlage, auf diese müsse man laut Stadlober warten. Eigentlich sollte die Frauen-Tournee bereits im Winter 2023/24 kommen. Der ÖSV erklärte im Dezember allerdings seine Absage für diesen Termin. In der Vergangenheit war das gemeinsame Vorhaben von deutscher Seite gescheitert. "Wir wollen die beste Lösung für die Damen", betonte Stadlober.

In Deutschland sollen bereits in der kommenden Saison Frauen-Bewerbe auf den traditionellen Tournee-Schanzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen ausgetragen werden, im Vergleich zu den Männer-Springen in umgekehrter Reihenfolge. Am 29. Dezember sollen sich die Frauen in Garmisch-Partenkirchen messen, das Neujahrsspringen ist in Oberstdorf geplant. Die Springen in Villach und auch Ljubno sollen laut ÖSV weiterhin stattfinden, allerdings wohl zu einem anderen Zeitpunkt.

Besprechungen im Frühjahr

Stadlober kündigte an, dass man sich wahrscheinlich im Frühjahr mit Vertretern der Tournee-Orte zusammensetzen wolle, um das weitere Vorgehen zu besprechen. "Wenn alles vorbei ist, werden die Gemüter wieder ruhiger werden und dann wird sich der Herr Hüttel vielleicht auch wieder finden", sagte Stadlober zu den Diskussionen, die parallel zur derzeitigen Tournee der Männer aufgekommen waren. Der Teammanager des Deutschen Skiverbandes, Horst Hüttel, hatte zuletzt deutlich seinen Ärger über den weiteren Aufschub der Frauen-Tournee zum Ausdruck gebracht.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo