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NFL will Trainer-Vielfalt stärken - Betroffene orten PR-Gag

06. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die National Football League (NFL) hat auf Rassismus-Vorwürfe von Trainer Brian Flores reagiert und Verbesserungen in der US-Profiliga angekündigt. Die Ergebnisse der Bemühungen hin zu mehr Diversität seien in Bezug auf die Trainer "inakzeptabel", schrieb NFL-Commissioner Roger Goodell an die Teams.

Über das Schreiben berichteten am Samstag mehrere US-Medien. Mit Mike Tomlin von den Pittsburgh Steelers verfügt die NFL aktuell nur noch über einen afroamerikanischen Chefcoach.

Goodell kündigte an, dass die Maßnahmen und Richtlinien von externen Experten überprüft und neu bewertet werden. "Wir sehen den Bedarf, die Erfahrungen der verschiedenen Gruppen in der NFL-Familie besser zu verstehen, damit wir sicherstellen können, dass jeder eine faire Chance erhält und mit Respekt und Würde behandelt wird", schrieb Goodell. Diese Ankündigung kommt wenige Tage, nachdem der im Jänner bei den Miami Dolphins entlassene Flores die NFL und drei seiner Ex-Teams wegen Rassismus verklagt hat.

Flores' Anwälte kritisierten die Aussagen von Goodell. "Die Aussagen, die der Commissioner heute gemacht hat, sind ein guter Schritt nach vorne, aber wir glauben, dass es eher ein PR-Gag ist als ein wirklicher Einsatz zur Veränderung", meinten Doug Wigdor und John Eleftherakis. Viel zu lange habe sich die NFL hinter Stiftungen versteckt, die eigentlich die Rechte von schwarzen Spielern und Trainern schützen sollten. Sie sprachen von einem "systematischen Rassismus in den Büros der NFL".

Mehr dazu:

Roger Goodell im Interview über Diversität in der NFL

Quelle: Agenturen / mpa