APA - Austria Presse Agentur

Nächste Bundesliga-Qualirunde verspricht enge Duelle

08. Juni 2020 · Lesedauer 4 min

Die Austria ist in der Fußball-Bundesliga noch nicht in die Gänge gekommen. Am Dienstagabend (20.30 Uhr) gastiert mit dem SCR Altach ein direkter Kontrahent um Platz eins der Qualifikationsgruppe in Wien-Favoriten. Zwei Stunden zuvor empfängt der SKN St. Pölten mit breiter Brust die angeschlagene Admira im Niederösterreich-Duell. Mattersburg tritt zeitgleich bei der WSG Tirol an.

Die Austria ist in der Fußball-Bundesliga noch nicht in die Gänge gekommen. Am Dienstagabend (20.30 Uhr) gastiert mit dem SCR Altach ein direkter Kontrahent um Platz eins der Qualifikationsgruppe in Wien-Favoriten. Zwei Stunden zuvor empfängt der SKN St. Pölten mit breiter Brust die angeschlagene Admira im Niederösterreich-Duell. Mattersburg tritt zeitgleich bei der WSG Tirol an.

Die Vorarlberger liegen aktuell zwei Zähler hinter der Austria, im Nacken sitzt ihnen aber neben Mattersburg auch St. Pölten. Wie die Austria plagte sich Altach in der vergangenen Woche und schrieb zwei 1:1-Remis gegen Mattersburg und Wattens an.

Bei der Austria sagte Ilzer mit Blick auf die vergangenen Partien: "Wir müssen uns steigern." Dass sein Team bisher kaum in der Lage war, Chancen zu kreieren, fiel auf. "Da wollen wir mehr sehen. Positiv dem gegenüber steht aber, dass wir kaum Möglichkeiten zugelassen haben", sagte der Coach der Wiener. Er muss auf den dänischen Linksverteidiger Andreas Poulsen verzichten, der sich in St. Pölten eine Muskelverletzung im Oberschenkel zuzog. Dominik Prokop wäre wieder fit.

Auch bei Altach vermisste der Coach "Klarheit vor dem Tor". Mut, Kreativität und Aggressivität hätte laut Alex Pastoor gefehlt. In Wien sollen diese Attribute wieder zum Vorschein kommen. Von einem richtungsweisenden Duell wollte der Niederländer nichts wissen. "Momentan möchte ich nicht über die Tabelle sprechen. Dafür ist es noch zu früh", sagte er. Es gelte vor allem, auf Christoph Monschein und Dominik Fitz achtzugeben. Bei Altach hat sich der 20-jährige Offensivmann Daniel Nussbaumer für weitere Einsätze empfohlen.

Mattersburg hingegen wittert nach dem 2:0-Sieg bei der Admira Morgenluft. Am Dienstag (18.30 Uhr) wartet bei der WSG Tirol schon das nächste Auswärtsspiel. "Wir können jetzt mit einer breiten Brust nach Tirol fahren und wollen dort nachlegen", sagte SVM-Coach Franz Ponweiser, dessen Team gerade in der Fremde gefährlich ist. Mattersburgs Fahrplan Richtung Klassenerhalt scheint bisher aufzugehen. Vier Punkte aus den ersten beiden Partien der zweiten Saisonphase lassen die Burgenländer hoffen, vier Punkte sind es auch, die man aktuell vor Schlusslicht Admira liegt.

Drei Zähler wiederum beträgt der Vorsprung auf die WSG, die am Wochenende beim 1:1 in Altach erstmals anschrieb. Rein rechnerisch könnte man sogar die erstplatzierte Austria, die drei Punkte vorne liegt, einholen. Doch darum geht es nicht. "Wir haben uns eine gute Ausgangslage verschafft", sagte Ponweiser und mahnte zur Vorsicht. "Unser Ziel ist, dass wir uns von hinten rasch absetzen, die vier Punkte Vorsprung auf die Admira sind aber absolut noch kein Polster!"

Mit Optimismus nimmt auch die WSG das Spiel in Angriff - befeuert durch das 1:1 in Altach. Trainer Thomas Silberberger schwärmte von einer "wahnsinnig geilen Leistung" und war überzeugt, dass die Mannschaft "wieder positiv in die Zukunft schauen" könne. Wie schon die ersten beiden Partien der Quali-Runde muss Silberberger nach einer Beinverletzung auch die Dienstagpartie vom Krankenhaus aus verfolgen, Sportdirektor Stefan Köck wird ihn ein weiteres Mal vertreten.

Der SKN St. Pölten startete stark in die Qualifikationsgruppe. Einem 5:0 zum Auftakt bei der WSG Tirol folgte vier Tage später am Samstag ein 1:1 zu Hause gegen die Wiener Austria. "Wir haben genug Selbstvertrauen getankt und werden hoffentlich wieder so auftreten" , sagte Tormann Christoph Riegler vor dem Heimspiel am Dienstagabend (18.30 Uhr) gegen die Admira. Der Schlussmann lobte die Arbeit von Neo-Trainer Robert Ibertsberger, dem es vor allem gelungen sei, die SKN-Defensive zu stabilisieren.

Die Admira rutschte nach der knapp dreimonatigen Corona-Zwangspause mit Zu-Null-Niederlagen bei der Austria (0:1) und zuletzt daheim gegen Mattersburg (0:2) auf den Abstiegsrang ab, ein Zähler fehlt auf die WSG Tirol und drei Punkte auf den SKN. Trainer Zvonimir Soldo hofft, dass sein Team nun in St. Pölten endlich Chancen in Tore ummünzt, nachdem die Südstädter sowohl bei der Austria als auch gegen Mattersburg zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen haben.

Nach einer Gelb-Sperre steht Soldo zudem wieder Toptorschütze Sinan Bakis (bisher elf Liga-Treffer und damit die Hälfte aller Admira-Tore in dieser Saison) zur Verfügung, während St. Pölten in den restlichen acht Matches ohne den nordkoreanischen Teamstürmer Pak Kwang-ryong (Bänderriss im linken Ellbogen) auskommen muss. Dazu ist bei den Südstädtern seit Montag auch wieder Ernst Baumeister als Sportdirektor an Bord.

Quelle: Agenturen