Michael Sollbauer: Dresdens Fels in der Brandung

20. Mai 2022 · Lesedauer 3 min

Nach einer verkorksten Saison kämpft Dynamo Dresden in der Relegation um den Verbleib in der zweithöchsten deutschen Fußballliga. Einer der wenigen Lichtblicke ist ein Österreicher: Michael Sollbauer. Der Kärntner ist Abwehrchef, Führungsspieler und soll die Dresdner in der Relegation zum Erfolg führen.

In der Saison 2021/22 gibt es bei Dynamo Dresden wahrlich kaum Gewinner. Mit nur 32 Punkten aus 34 Spielen landete man auf Platz 16 und muss in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern um den Verbleib in der zweiten deutschen Bundesliga kämpfen. Lediglich 33 Treffer gelangen den Dresdnern. Seit Anfang Dezember wartet man auf einen Sieg in einem Pflichtspiel. 

Dennoch für positive Schlagezeilen, sorgt ein Österreicher: Michael Sollbauer. Der Kärntner wechselte vor der Saison nach Ost-Deutschland und spielte sich auf Anhieb als Abwehrchef in der Startelf fest. Sowohl unter Alexander Schmidt als auch unter Guerino Capretti, der Anfang März zum neuen Cheftrainer bestellt wurde, war und ist Sollbauer nicht wegzudenken. Lediglich ein Spiel verpasste der Österreicher wegen einer Gelbsperre. Am 25. Spieltag führte er die Mannschaft gegen Werder Bremen sogar als Kapitän aufs Feld. 

"Die ganze Stadt lebt den Verein" 

"Dynamo Dresden ist für mich ein Riesen-Verein. Das merkt man überall, wo wir unterwegs sind in Deutschland. Die Fans sind überall da. Es sind wirklich Massen, die hier bewegt werden. Die ganze Stadt lebt den Verein", schwärmt Sollbauer. Probleme bereitet ihm lediglich der sächsische Dialekt: "Da tue ich mir ganz schwer", meint der Innenverteidiger mit einem Lächeln. 

Über den Wolfsberger AC (2010-2020) und den FC Barnsley (2020-2021) verschlug es Sollbauer nach Deutschland. Trotz seiner starken Debüt-Saison steht der Verein gehörig unter Druck. Erst in der Vorsaison gelang der Aufstieg in die zweite Liga. Nach nur einem Jahr könnte es wieder zurück in die dritte Liga gehen.

Michael Sollbauer im Trikot des FC Barnsley. 

Um das zu verhindern, muss Dynamo in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern bestehen. "Da treffen zwei Vereine aufeinander, die sehr viel Wucht mitbringen von den Fans sehr. Das wird ein Spektakel für den neutralen Zuschauer", verspricht Sollbauer. 

Sollbauer für Relegation zuversichtlich

Im Falle eines Abstiegs würde sich der bis Juli 2023 datierte Vertrag des 32-Jährigen automatisch auflösen. Von diesem Szenario will Sollbauer jedoch nichts wissen: "Mein Ziel ist ganz klar hier weiterhin zweite Liga zu spielen. Wir werden als Mannschaft, als Verein und als Stadt zeigen, dass wir qualitativ besser sind als Kaiserslautern", so die Kampfansage. Ob dies gelingt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Ab Freitag steigt ab 20:30 Uhr in Kaiserslautern das Relegations-Hinspiel, am Dienstag steht das Rückspiel in Dresden auf dem Programm. PULS 24 überträgt beide Spiele live. 

Maximilian PatakQuelle: Redaktion