Mercedes-Boss Wolff konterte "Nörgler": "Macht Eure Arbeit"
Streitpunkt ist das sogenannte Verdichtungsverhältnis, das das Verhältnis zwischen dem größten und dem kleinsten Volumen eines Zylinders abbildet. Mercedes soll aus Sicht der Konkurrenten einen Trick gefunden haben, über dem eigentlich erlaubten Verhältnis von 16:1 zu liegen. Angenommen wird, dass Mercedes und auch Red Bull bei ihrem ersten eigenen Motor eine Möglichkeit gefunden haben, ein höheres Verdichtungsverhältnis im Fahrbetrieb und damit bei höheren Temperaturen zu erreichen.
Wolff bezeichnete die Kritiker als "Nörgler, die um die Ecke kommen und sagen: 'Das gefällt uns nicht'." Die Regularien, deren Interpretation und deren Umsetzung seien völlig klar. "Vielleicht suchen Sie nach Ausreden für ihr internes Stakeholdermanagement, dass etwas nicht legal ist", befand Wolff. "Also bitte, wenn sie sich selbst unterhalten wollen damit, ist gut."
Mit dem Großen Preis von Australien am 8. März in Melbourne beginnt wieder eine neue Motorenära in der Formel 1 mit ihren V6-Turbomotoren. Fast 50 Prozent der Leistung liefert nun die Batterie, der Kraftstoff ist hundert Prozent synthetisch. Auch die Aerodynamik der nun kürzeren und schmaleren Autos wurde massiv überarbeitet.
Vor den ersten öffentlichen Testfahrten in der kommenden Woche betonte Wolff, dass sein Team realistisch mit dabei sein sollte im Kampf um Siege und "dann hoffentlich auch eine WM. Aber zum jetzigen Zeitpunkt würde ich uns definitiv nicht als klaren Favoriten einordnen." Bisher gab es nur private Runden der Teams in Barcelona.
Zusammenfassung
- Mercedes-Teamchef Toto Wolff sieht sein Team trotz technischer Neuerungen nicht als klaren Favoriten für die kommende Formel-1-Saison, die am 8. März in Australien startet.
- Konkurrenten werfen Mercedes einen Motoren-Trick mit einem angeblich über dem erlaubten Verdichtungsverhältnis von 16:1 vor, worauf Wolff mit der Aufforderung "Macht Eure Arbeit" reagierte.
- Mit der neuen Motoren-Ära liefern die V6-Turbomotoren fast 50 Prozent der Leistung aus der Batterie, während der Kraftstoff erstmals zu 100 Prozent synthetisch ist.
