APA - Austria Presse Agentur

Mehrkosten durch Verlegung der Tokio-Spiele noch unklar

03. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Das Internationale Olympische Komitee kann das zusätzliche Kostenrisiko durch die Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 vorerst noch nicht absehen. "Das wäre verfrüht. Ich habe Zahlen gesehen, aber das sind Spekulationen. Es sind Zehntausende Etatposten, die geprüft werden müssen", sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi.

Das Internationale Olympische Komitee kann das zusätzliche Kostenrisiko durch die Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 vorerst noch nicht absehen. "Das wäre verfrüht. Ich habe Zahlen gesehen, aber das sind Spekulationen. Es sind Zehntausende Etatposten, die geprüft werden müssen", sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi.

Experten schätzen, dass auf Japan durch die Verlegung Mehrkosten von mindestens zwei Milliarden Euro zukommen. Dubi räumte "Zusatzkosten für die Organisatoren, das IOC und die olympische Familie" ein. Die genauen Berechnungen seien aber "ein laufender Prozess". Offen ist auch, ob sich das IOC auch an den ungeplanten Mehrausgaben beteiligt.

Priorität habe für die Olympia-Macher nun, zunächst neue Vereinbarungen mit den 41 geplanten Wettkampfstätten für die Tokio-Spiele zu treffen, die teils schon im nächsten Sommer belegt sind. Zudem will der eigens eingerichtete Krisenstab absichern, dass die mehr als 5.000 Appartements im Olympischen Dorf auch 2021 zur Verfügung stehen. "Das steht mit höchster Dringlichkeit auf der Liste", sagte Dubi.

Olympia in Tokio soll nun am 23. Juli 2021 eröffnet werden, fast genau ein Jahr später als eigentlich geplant. Durch die Verschiebung wegen der Corona-Pandemie sei eine riesige Maschine ausgebremst worden, der Neustart der Vorbereitungen sei eine "massive Operation", sagte Dubi. Auf allen Seiten sei deshalb Kompromissbereitschaft nötig. "Wir müssen kreativ und innovativ sein."

Quelle: Agenturen