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Mayer im Super-G von Lake Louise Dritter - Odermatt siegt

27. Nov. 2022 · Lesedauer 3 min

Marco Odermatt hat nach dem Riesentorlauf in Sölden sein zweites Weltcuprennen in diesem Winter gewonnen, sein 13. insgesamt.

Der Verteidiger der großen Kristallkugel setzte sich vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,37 Sek.), der am Samstag die Abfahrt für sich entschieden hatte, sowie Matthias Mayer (+0,78) und Vincent Kriechmayr (+0,86) durch. Daniel Hemetsberger überraschte als Siebenter.

Ein großes Lächeln im Gesicht hatte Odermatt. "Die Revanche gegen Aleks ist geglückt. Meine Fahrt war von oben bis unten gut", sagte der Führende im Gesamtweltcup, der in der Abfahrt Zweiter geworden war. "Es funktioniert alles sehr gut, es passt alles, das Material, das Selbstvertrauen, skifahrerisch." Kilde konnte da nur beistimmen. "Odermatt war stark, wirklich stark. Ich hatte ein gutes Gefühl, im unteren Teil habe ich ein bissl verloren, aber so ist es. Es war nicht gut genug, aber gut."

Mayer zufrieden mit drittem Platz

Mayers Saison-Einstieg verlief damit erfreulich, in der Abfahrt war er auf Rang vier gekommen. "Sehr solide, das passt. Ich hatte einen ganz lässigen Lauf, es war ein super Rennen, darauf kann man aufbauen. Die Verhältnisse waren nicht leicht", sagte der Kärntner im ORF-TV. Nun gelte es, die Kräfte für die drei Rennen in Beaver Creek zu sammeln, dann hoffe er, dass "die zwei da vorne" auch noch zu biegen sein werden.

Weltmeister Kriechmayr war "definitiv mehr zufrieden als gestern" (Elfter), sauber und ohne Fehler sei die Fahrt aber nicht gewesen. "Auch wenn ich einen Traumlauf gehabt hätte, wüsste ich nicht, wie ich neun Zehntel auf Odermatt finde. Schon gewaltig, wie er gefahren ist." Er müsse einige Dinge besser machen, nach Wunsch sei der Speedauftakt nicht gewesen.

Schwierige Bedingungen

Die Bedingungen waren mit Wind, schlechter Sicht und mit Fortdauer des Rennens auch einsetzendem leichten Schneefall schwierig. Odermatt ließ sich davon ebenso wenig beirren wie der Abfahrtszweite Hemetsberger, der mit Startnummer 48 noch auf den siebenten Platz reinkrachte (+1,24). "Daniel traue ich viel zu, so viele Verletzungen und trotzdem riskiert er immer Kopf und Kragen", hatte Kriechmayr vor dessen Fahrt gemeint. Weltcuppunkte gab es noch für Raphael Haaser (15.), Otmar Striedinger (25.), Stefan Babinsky (26.) und Christian Walder (30.), Marco Schwarz (36.) verpasste diese.

Caviezel stürzt schwer

Das Rennen war in der Anfangsphase nach einem Sturz von Mauro Caviezel (Startnummer acht) länger unterbrochen. Der 34-Jährige schlug bei hoher Geschwindigkeit mit dem Kopf auf der eisigen Piste auf und trug zumindest ein blutiges Gesicht davon. 2021 hatte Caviezel bei einem Trainingssturz in Garmisch-Partenkirchen ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, in Lake Louise gab der Schweizer sein Comeback in einem Weltcuprennen. Schon die Abfahrt am Samstag hatte er aber nicht beendet.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo