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United überrascht Liverpool mit Kampfgeist und Tempofußball

23. Aug. 2022 · Lesedauer 3 min

Manchester United hat am Montag durch einen 2:1-Heimsieg über den Rivalen Liverpool den ersten Premier-League-Erfolg unter Neo-Trainer Erik ten Hag eingefahren. Die "Red Devils" zeigten im Vergleich zu der 0:4-Niederlage in Brentford ein komplett anderes Gesicht, überrollten die Gäste im Derby phasenweise mit Tempofußball.

Manchester United hat am Montag durch einen 2:1-Heimsieg über den Rivalen Liverpool den ersten Premier-League-Erfolg unter Neo-Trainer Erik ten Hag eingefahren. Die "Red Devils" zeigten im Vergleich zu der 0:4-Niederlage in Brentford ein komplett anderes Gesicht, überrollten die Gäste im Derby phasenweise mit Tempofußball. Der nach drei Spieltagen noch sieglose Vizemeister Liverpool erlebt indes regnerische Tage.

Ten Hag verzichtet auf Ronaldo und Maguire

"Wir können über Taktik reden, aber es geht um die Einstellung. Es gab Kommunikation und Kampfgeist", betonte Ten Hag im Anschluss an den Erfolg. Der frühere Ajax-Trainer verzichtete in der Startelf auf Kapitän Harry Maguire, Luke Shaw und Superstar Cristiano Ronaldo. Die Entscheidung, auf eine neue Verteidigung und im Angriff auf Tempo und Pressing zu setzten, zahlte sich aus. Vor allem die zuletzt formschwachen englischen Nationalspieler Jadon Sancho und Marcus Rashford, der sein erstes Ligator seit Jänner erzielte, überzeugten.

Ten Hag wirkte nach dem Erfolg erleichtert, war sich jedoch bewusst, dass es in Zukunft öfters ein ähnliches Auftreten braucht. "Ich bin mit der Leistung zufrieden, aber wir müssen sie in jedem Spiel bringen, nicht nur gegen Liverpool. Jedes Spiel in der Premier League ist schwierig", sagte der Trainer.

Neben den vielen Gewinnern des Abends galt Ronaldo als der große Verlierer. Der Portugiese schmorte 86 Minuten auf der Bank und konnte nach seiner Einwechslung keine entscheidenden Akzente setzten. Ten Hag begründete die Reservistenrolle Ronaldos mit der Taktik: "Du musst gegen sie pressen. Das muss man im Block machen." Ronaldo gilt nicht als Pressingmaschine. Auf die Frage, ob der 37-Jährige noch in seinen Spielstil passe, antwortete der Trainer: "Ich denke, er kann hineinpassen."

Casemiro offiziell vorgestellt 

In der nächsten Partie könnte Neuerwerbung Casemiro, der den Fans nach seinem Wechsel aus Madrid im Rahmen des Liverpool-Spiels vorgestellt wurde, die "Red Devils" bereits verstärken. Unterdessen ist United nach Informationen des "Kicker" an dem deutschen Nationaltorhüter Kevin Trapp interessiert und winke mit einem Vierjahresvertrag.

Liverpool legte in der Liga einen klassischen Fehlstart hin. Nach drei Spieltagen rangieren die "Reds" lediglich auf dem 16. Tabellenplatz, der Rückstand auf Spitzenreiter Arsenal beträgt bereits sieben Zähler. Trainer Jürgen Klopp stellte sich auf durchaus unruhige Tage ein. "Es ist nicht die einfachste Situation, aber es ist wie im Leben: Wenn es regnet, muss man auch raus", sagte der 55-Jährige.

Klopp: "Kein Katastrophenspiel von uns" 

Mit der Leistung zeigte sich der Deutsche nicht gänzlich unzufrieden. "Das war kein Katastrophenspiel von uns", meinte der Liverpool-Coach. Zwischenzeitlich habe man "einen Haufen richtig gutes Zeug auf den Platz" gebracht. "Das, was am meisten weh tut, ist das Ergebnis - und damit müssen wir jetzt umgehen." Am Rande beklagte Klopp auch noch die fehlenden Wechselmöglichkeiten: "Wir konnten drei Mal wechseln. Wir hätten auch mehr wechseln können, aber da sind dann Innenverteidiger und Kinder auf der Bank."

Quelle: Agenturen / mpa