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LASK-Erfolgslauf soll auch im "Derby" nicht abreißen

03. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Fünf Pflichtspiele in Folge gewonnen, darunter vier in der Liga: Der LASK ist zum Beginn der neuen Fußball-Saison so richtig im Siegesrausch. Im Oberösterreich-Duell mit der SV Ried wollen die Athletiker am Sonntag (17.00 Uhr) den positiven Trend fortsetzen und damit fix auch weiterhin an der Tabellenspitze thronen. Bereits um 14.30 Uhr starten die anderen beiden Sonntagsspiele der 7. Runde der Fußball-Bundesliga SCR Altach gegen Rapid Wien und WAC gegen Klagenfurt.

"Für viele Menschen ist ein Derby sehr wichtig, auch wenn es nur um drei Punkte geht. Das sind immer solche Spiele wo man im Vorfeld nicht sagen kann, wie sie ausgehen werden, wobei wir das absolute Ziel haben zu gewinnen", sagte LASK-Trainer Dietmar Kühbauer. Die Tabellensituation spiele in einem Derby keine Rolle. "Es geht einfach um Emotionen, Leidenschaft, mögliches Spielglück, die Tabelle lassen wir da komplett außen vor", verlautete der Burgenländer.

Ganz anders ist die Situation bei den Innviertlern, die mit nur vier Zählern punktgleich mit Schlusslicht Altach liegen und Zählbares dringend brauchen. "Bei diesem Spiel braucht man keinen zusätzlich motivieren", sagte Ried-Trainer Christian Heinle. "Jeder Spieler und jeder Betreuer weiß, welche Bedeutung das Spiel für den Verein und für die Fans hat". Die Vorzeichen sind für ihn nicht die besten, da noch immer nicht alle Kicker topfit sind. Der LASK konnte drei der jüngsten sechs OÖ-Duelle für sich entscheiden.

Rapid und Altach hätten sich den Saisonstart in der Fußball-Bundesliga anders vorgestellt. Sowohl der Fünfte aus Hütteldorf als auch das Schlusslicht aus Vorarlberg verspüren daher vor dem direkten Duell am Sonntag in der Cashpoint Arena sehr viel Druck. Die Wiener hoffen, dass der Cup-Aufstieg gegen Regionalligist Allerheiligen am Donnerstag ein "Turnaround" war, haben allerdings in Altach seit dem 9. November 2019 (3:0) nicht mehr gewinnen können.

Der Gegner wird nicht auf die leichte Schulter genommen, auch da SCRA-Trainer Miroslav Klose bei der 0:3-Niederlage im Cup bei Zweitligist Admira quasi die komplette Einserformation geschont hatte. "Wir sollten uns nicht blenden lassen von den letzten Ergebnissen und dem Cupspiel", betonte Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer. Auch die Altacher können nicht aus dem Vollen schöpfen, da Guy Dahan, Johannes Tartarotti und Felix Strauss fehlen. Bei einem Altach-Sieg wären beide Teams nach Punkten gleichauf. "Wir wollen alles wieder ein bisschen auf unsere Seite ziehen", gibt sich Klose optimistisch. Seit der Saison 2014/15 verloren die Altacher zu Hause nur einmal gegen Rapid.

Im Lavanttal geht es gleichzeitig um die Frage nach der Kärntner Hierarchie in der Fußball-Bundesliga. Der Wolfsberger AC empfängt die Austria aus der gut 60 km entfernten Landeshauptstadt. "Der Stellenwert ist groß, für die Fans, aber auch für uns Spieler. Jede Mannschaft will die Nummer eins in Kärnten sein", erklärte Ex-"Wölfe"-Spieler und nunmehriger Klagenfurter Christopher Wernitznig. Dem Verlierer droht unter Umständen die Rote Laterne.

Beide Mannschaften feierten unter der Woche klare Cup-Erfolge und haben nach den ersten sechs Liga-Runden eine sehr ähnliche Bilanz vorzuweisen: mit jeweils fünf Zählern werden die Plätze neun (Klagenfurt) und zehn belegt. Das Match könnte daher auch wegweisenden Charakter haben. "Es geht zwar 'nur' um drei Punkte, ein Sieg im Derby kann aber nachhaltig einen Push geben", sagte Wernitznig. Klagenfurt-Trainer Peter Pacult erwartet ein Match auf Augenhöhe, man wolle in Wolfsberg jedenfalls etwas mitnehmen. "Wir wissen, wie man dort gewinnen kann. Umgekehrt wissen die das auch. Es sind immer enge Spiele. Kleinigkeiten werden entscheiden", meinte der 62-Jährige.

Quelle: Agenturen