APA - Austria Presse Agentur

Kläbo und Sundling gewannen im Sprint Langlauf-Auftakt

25. Feb 2021 · Lesedauer 3 min

Die Langlauf-Bewerbe bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf haben am Donnerstag mit dem Klassiksprint-Sieg des Top-Favoriten Johannes Hösflot Kläbo begonnen. Hinter dem Titelverteidiger fixierten Erik Valnes und Haavard Solaas Taugböl einen norwegischen Triple-Sieg. Für den russischen Weltcup-Leader Alexander Bolschunow blieb im 1,5-km-Bewerb nur Rang vier. Bei den Frauen gewann die Schwedin Jonna Sundling noch souveräner als danach Kläbo.

Die 26-Jährige bestimmte das 1,2-km-Finale von der Spitze weg und ließ Titelverteidigerin Maiken Caspersen Falla schließlich klar hinter sich. Die Norwegerin rettete Silber nur um 0,03 Sekunden vor der Slowenien Anamarija Lampic. "Ich habe davon geträumt. Dieser Sieg ist unglaublich", sagte die Siegerin in einer ersten Reaktion. Es ist der erste schwedische WM-Einzelsieg seit dem 10-km-Erfolg von Charlotte Kalla in Falun 2015.

Die Norweger haben sich wegen Corona-Bedenken rund zwei Monate aus dem Weltcup genommen. Am letzten Anstieg sind sie bei Frühlingswetter und damit tiefer Loipe an Bolschunow vorbeigegangen. Kläbo hat als Erster einen Sprint-Titel erfolgreich verteidigt. "Ich war so nervös, es war so eine seltsame Saison mit wenig Rennen", gab der 24-Jährige an. "Jetzt fühlt es sich einfach toll an. Es ist hart, wenn es so warm ist. Es ist wirklich großartig, mit Gold zu starten." Weiter geht es für ihn am Samstag.

Keinen Grund zur Freude hatten die fünf angetretenen Österreicher, sie verpassten in der Qualifikation die angestrebten Top 30 klar. Nach ihren Einsätzen gaben sie sich meist selbstkritisch. Benjamin Moser war als 43. mit einem Abstand zum 30. von 4,66 Sek. am knappsten am gesteckten Aufstiegsziel. "Ein durchschnittliches Rennen, leider nicht gut genug", meinte der 23-Jährige. "Wir sind bei der WM, das ist kein Würstelrennen. Da muss alles passen, dass da du da als Mittelklasseläufer weiterkommt."

Michael Föttinger wurde 59. "Wenn man nicht einen Top-Tag hat, wird man gleich durchgereicht, wenn man kleine Fehler macht", urteilte der 23-jährige Salzburger. Er habe sich bergauf nicht so schlecht gefühlt, eher schon in den Kurven. Mika Vermeulen wiederum wartete wieder mal mit markigen Sprüchen auf, angesichts Platz 64 aber mit solchen der verbalen Selbstgeißelung. Der 21-Jährige war kurz vor dem Ziel von einem Konkurrenten überholt worden.

"Wenn man im Sprint-Prolog eingeholt wird, dann ist besser, man läuft nicht mehr ins Ziel", ließ er wissen. "Die Leute (Serviceleute etc., Anm.) buckeln den ganzen Tag für uns und dann kommst du so ins Ziel - so will man es nicht zurückzahlen." Im ORF-Interview sprach er von einer "Blamage". "Für so etwas kommt man nicht daher. Wenn man bis zum ersten Stieg zehn Sekunden kassiert, was soll man da sagen. Man fährt zur WM, man steht da, alles ist angerichtet."

Auch Lukas Mrkonjic (65.) fand den Fehler bei sich selbst, er habe ich im Ski vergriffen. "Das hat man vom ersten Meter an gemerkt. Da haben dann mehrere Dinge nicht hingehaut, das war so eine Kettenreaktion. Dann habe ich einen Fehler nach dem anderen gemacht im Rennen." Lisa Unterweger hingegen war als 49. ratlos. "Woran es gelegen ist, keine Ahnung. Ich habe ein gutes Gefühl gehabt während des Rennens", sagte sie der APA - Austria Presse Agentur. "Wenn alles passt, schaffe ich das normal."

Die Steirerin müsse das Rennen nun analysieren, um es am Sonntag im Skating-Teamsprint mit Barbara Walchhofer möglichst besser zu machen. Da treten auch Vermeulen und Moser gemeinsam an. Bleiben die Temperaturen wie angekündigt hoch, wird es auch da wieder stark auf das richtige Wachs ankommen. Die Norweger jedenfalls haben zum Auftakt offenbar in die richtige Tube gegriffen.

Quelle: Agenturen