APA - Austria Presse Agentur

Kilde gewinnt Super-G in Beaver Creek - Mayer 4.

03. Dez 2021 · Lesedauer 3 min

Aleksander Aamodt Kilde gewinnt den Super-G in Beaver Creek. Der Norweger verweist Marco Odermatt (SUI) um 0,03 Sekunden auf Platz zwei. Die Österreicher Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr landen auf den Plätzen vier und fünf.

Erster Saisonsieg für die norwegischen Speed-Asse: Aleksander Aamodt Kilde gewinnt am Freitag den zweiten Super-G in Beaver Creek. Der Norweger verweist Marco Odermatt (SUI) hauchdünn (+0,03 Sekunden) auf Platz zwei. Der Gesamtweltcupführende hatte am Vortrag triumphiert. Dritter wird Lokalmatador Travis Ganong (+ 0,37). Die ÖSV-Asse verpassen im dritten Speed-Rennen der Saison zum ersten Mal das Podest. Matthias Mayer, am Vortag noch Zweiter, landet diesmal auf Rang vier (+ 0,92), Vincent Kriechmayr wird knapp dahinter Fünfter (+0,95). Mit Raphael Haaser (8.) landet ein weiterer Österreicher in den Top-10. 

Das Rennen musste aufgrund eines schweren Sturzes von Kjetil Jansrud (NOR) zwischenzeitlich unterbrochen werden. Am Samstag und Sonntag stehen für die Herren in Beaver Creek noch zwei Abfahrten auf dem Programm. 

Kilde siegt in Shiffrin-Heimat 

"Es ist gewaltig, richtig geil", freute sich Kilde, der am Donnerstag im ersten Beaver-Creek-Super-G noch ausgeschieden war, über seinen siebenten Weltcup-Erfolg. Kilde bestritt am Freitag erst das dritte Rennen nach seiner langen Zwangspause.

"Gestern habe ich gesagt, heute mache ich nur ein paar Schritte, nicht so viel Risiko. Dann hat alles gepasst", erklärte Kilde im ORF-Fernsehen. Der Weltcup-Gesamtsieger der Saison 2019/2020 bestreitet aktuell eine Comeback-Saison, nachdem er im vergangenen Jänner beim Training in Hinterreit einen Kreuzbandriss erlitten hatte.

Vor dieser Saison machte Kilde die Beziehung mit Alpin-Wunderkind Shiffrin öffentlich. Die US-Amerikanerin ist in Vail, nur wenige Kilometer von Beaver Creek entfernt aufgewachsen und abseits des Winters immer noch zu Hause. Danach befragt, ob er die Unterstützung aus dem Shiffin-Lager auch selbst spüre, meinte er: "Hoffentlich, schauen wir einmal. Cool, dass die Fans zurück sind."

ÖSV-Läufer verpassen Podium knapp 

Mayer verpasste erstmals bei einem Speed-Event in dieser Saison das Podest und wurde Vierter. Der Kärntner war mit seiner Fahrt zwar nicht unzufrieden, der Topspeed der Läufer vor ihm fehlte trotzdem. "Ich habe eigentlich relativ gut attackieren können. Es ist so ein typischer Tag, wo ich analysieren muss und schauen muss, wo ich die Zeit verloren habe", sagte er.

Bei Super-G-Weltmeister Kriechmayr lief es mit Startnummer 5 nicht ganz so locker, wie es zuletzt oft der Fall war. "Herunten bin ich über den Golden-Eagle-Sprung zu direkt gewesen, das hätte ich eigentlich ganz anders besichtigt", meinte der Oberösterreicher. "Da muss man natürlich nacharbeiten, das ist nicht schnell. Zumindest hab ich unten ein bisschen mehr Engagement gezeigt als gestern."

Drittbester ÖSV-Läufer war Raphael Haaser, der als Achter erneut eine starke Leistung zeigte. Unter den Ausgefallenen war auch der Kärntner Max Franz, der seine Fahrt beendete, nachdem er ein Tor verpasst hatte.

Der Norweger Kjetil Jansrud kam schon relativ weit oben auf der Strecke zu Sturz und wurde erst vom Sicherheitsnetz gebremst. Der 36-Jährige stand selbstständig auf und rutschte ins Ziel. Er klagte aber über Schmerzen im Knie und im Schlüsselbeinbereich und wollte sich danach von Ärzten untersuchen lassen.

Maximilian PatakQuelle: Agenturen / Redaktion