APA - Austria Presse Agentur

Kajak-Zweier trotz persönlicher 500-m-Bestzeit bloß Zwölfte

03. Aug 2021 · Lesedauer 3 min

Der erhoffte Finaleinzug von Ana Roxani Lehaci und Viktoria Schwarz bei den Olympischen Spielen im Flachwasser-Kanu ist ausgeblieben. Die Oberösterreicherinnen wurden am Dienstag in ihrem Semifinale im Kajak-Zweier Sechste. Mit 2,278 Sek. war der Rückstand auf den vierten und letzten Aufstiegsplatz deutlich. Im folgenden B-Finale belegten die beiden schließlich Platz vier, was Endposition zwölf ergab. Am Mittwoch (4.01 Uhr MESZ/Lehaci, 4.15/Schwarz) treten sie im Einer an.

Vorzuwerfen hatten sich Lehaci und Schwarz nichts. Im Semifinale seien sie in 1:39,497 persönliche Bestzeit gepaddelt, ihre Saisonbestmarke haben sie damit um rund zwei Sekunden gedrückt. "Wir haben rausgeholt, was wir rausholen konnten", sagte Schwarz. "Wir haben bis zum letzten Schlag gefightet und haben alles versucht, aber das Feld ist einfach brutal. Es ist einfach die Dichte so extrem hart, da entscheiden Zehntel."

Die Bedingungen seien mit Rückenwind für die beiden günstiger gewesen als am Vortag vor allem als im Viertelfinale. Der Kampf gegen die Wellen habe aber alles abverlangt. "Viki hat einen Mega-Job gemacht, weil sie muss stabilisieren", lobte Lehaci ihre Partnerin. Die beiden waren vor allem wegen ihrer optimierten Leistung zufrieden. "Wir können nicht mehr, es war ein richtig gutes Rennen von uns", meinte Schwarz. Muskulös seien andere überlegen. "Wir halten es körperlich einfach nicht so durch."

Ein Erschwernis sei gewesen, dass sich diesmal zwei Boote pro Nation qualifizieren konnten im Gegensatz zu einem in Rio de Janeiro 2016. Man habe zwar das Erreichen des Finales als Ziel gehabt, papierformgemäß war es aber nicht. Schwarz: "Da hätte ein Wunder passieren müssen, wenn wir uns ehrlich sind. Wir wollten aber alles daran setzen, dass wir das schaffen." Lehaci stimmte zu: "Wir haben davon geträumt. Wir sind auch ins Semifinale mit dem Glauben gegangen, dass wir uns das holen."

Der Fokus war von Lehaci/Schwarz von Beginn weg auf dem Zweier gelegen. Den Einer-Bewerb nehmen sie mit, obwohl sie zu rund 70 Prozent ihres Trainings im Einer absolvieren. Genannt dafür haben sie freilich mehr für den Fall, falls die jeweils andere für den Zweier ausfallen sollte. "Wir sind auch keinen 500er im Einzel gefahren vor den Spielen, das wird die Premiere", betonte Schwarz. Jedenfalls soll es noch etwas heißer werden als ohnehin schon, die Sonne brannte gnadenlos ins Sea Forest Waterway.

Aus sechs Einer-Vorläufen steigen jeweils die Top drei direkt ins Semifinale auf. Schwarz hat da den Vorteil, dass sie den einzigen Sechser-Heat erwischt hat. Lehaci muss in einem Siebener-Vorlauf ihr Glück versuchen. Die zweite Semifinalchance gibt es rund zwei Stunden danach, aus vier Viertelfinali steigen je drei auf. Die Finalphase ist für Donnerstag angesetzt, wobei aus vier Semifinali je zwei den Endlauf erreichen. Die Dritt- und Viertplatzierten kommen in das B-, alle übrigen in das C-Finale.

Quelle: Agenturen