Israel, Irland und Kosovo als ÖFB-Nations-League-Gegner
Besonders die jüngsten Auswärtsmatches der Österreicher gegen Israel sind noch in eindrücklicher Erinnerung: Im März 2019 setzte es in der EM-Quali gegen die von Andreas Herzog betreuten Israelis ein 2:4, im September 2021 verlor man in der WM-Quali wieder in Haifa gegen die diesmal unter der Anleitung von Willi Ruttensteiner spielenden Israelis 2:5.
Als ÖFB-Teamchef in diesen beiden Partien fungierte Foda, der diesmal mit dem Kosovo Gegner der Österreicher ist. Der Deutsche saß von November 2017 bis März 2022 in 48 Ländermatches auf der ÖFB-Bank, seine Bilanz steht bei 27 Siegen, 6 Remis und 15 Niederlagen. Foda übernahm Kosovos Auswahl 2024 und sorgte für Erfolge - so hoch wie aktuell auf Platz 79 rangierte das Team, das erst 2016 in die FIFA und die UEFA aufgenommen wurde, noch nie. Für die Liga B qualifizierte sich Kosovo dank eines Play-off-Sieges über Island.
Während Israel nicht bei der bevorstehenden WM dabei ist, könnten es Irland und Kosovo noch nach Nordamerika schaffen. Die Iren treffen im März im Play-off-Halbfinale auswärts auf Tschechien, im Falle eines Sieges würde es im Endspiel daheim gegen den Sieger aus Dänemark - Nordmazedonien gehen. Kosovos Halbfinalgegner ist auswärts die Slowakei, Finalgegner wäre daheim die Türkei oder Rumänien. Sowohl die Iren (59.) als auch Israel (77.) und Kosovo (79). liegen in der FIFA-Weltrangliste klar hinter Österreich (24).
Rangnick war bei der Auslosung vor Ort, unterhielt sich vor der Ziehung kurz mit Foda und verteilte Lob an die Kosovo-Kicker. "Sie haben nach wie vor die Chance, sich für die WM zu qualifizieren, was schon mal eine großartige Leistung ist. Das werden sowohl daheim als auch auswärts interessante und spannende Spiele." Irland bezeichnete der Deutsche als "sehr emotionale Mannschaft", die von der Energie und Emotionalität der Fans "ein Stück weit getragen wird".
Rangnick: Israel "interessanter Gegner"
Die Israelis, gegen die das Auswärtsspiel wohl auf neutralem Boden stattfinden wird, seien ein "interessanter Gegner", meinte Rangnick und hob deren Topstar, den mittlerweile bei Ajax Amsterdam engagierten Ex-Salzburg-Profi Oskar Gloukh hervor. Ob Rangnick in den Nations-League-Partien noch als österreichischer Teamchef fungiert, ist unklar. Der Vertrag des 67-Jährigen endet nach der WM im Sommer, derzeit laufen Gespräche über eine Verlängerung.
Vier der insgesamt sechs Gruppenspiele werden im neuen Länderspiel-Fenster von Ende September bis Anfang Oktober ausgetragen, die restlichen beiden Partien folgen im November. Die genauen Spieltermine der Österreich-Gruppe werden voraussichtlich am Freitag veröffentlicht.
Der Gruppensieger ist fix in der höchsten Liga, der Letzte steigt ab. Der Zweite kämpft in einem Play-off um den Einzug in Liga A, für den Dritten geht es ebenfalls im Play-off um den Verbleib in Liga B. Außerdem hält man sich mit einem guten Abschneiden eine Hintertür für eine Teilnahme an der EM 2028 in Großbritannien und Irland offen.
Zusammenfassung
- Österreich trifft in der Nations League im Herbst 2024 auf Israel, Irland und Kosovo, wie die Auslosung am Donnerstag in Brüssel ergab.
- Kosovo wird von Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda trainiert und steht aktuell auf Platz 79 der FIFA-Weltrangliste, während Österreich auf Rang 24 geführt wird.
- Vier der sechs Gruppenspiele finden zwischen Ende September und Anfang Oktober statt, die restlichen zwei im November; der Gruppensieger steigt in die höchste Liga auf, der Letzte steigt ab.
