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Hackl bringt ÖRV-Team in intensiver Kleinarbeit auf Schiene

15. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Vor rund einem halben Jahr ist im österreichischen Lager der Kunstbahn-Rodler eine neue Ära angebrochen. Nach 17 Saisonen unter Rene Friedl als Chefcoach hat Christian Eigentler übernommen. Medial noch mehr Aufmerksamkeit machte die fast zeitgleiche Verpflichtung des Bayern Georg Hackl für die Weiterentwicklung im Material- und Technikbereich direkt weg von den harten deutschen Rivalen. Gut eineinhalb Monate vor dem Weltcup-Auftakt fühlt sich das ÖRV-Lager auf Schiene.

"Es wird viel experimentiert, speziell bei den Schienen", sagte Doppelsitzer-Athlet Thomas Steu nach Absolvierung einer Trainingswoche in Lillehammer. "Schorsch (Hackl, Anm.) sorgt mit seiner Erfahrung und seinen Vorstellungen bei der Abstimmung für neue Richtungen. Er hat sehr interessante Zugänge, ergänzt sich super mit Peter (Penz) und passt vom Typ her perfekt zum Team", lobte der Vorarlberger den dreifachen Olympiasieger. Steu hat bei den Spielen 2022 mit Lorenz Koller Doppelsitzer-Bronze geholt, dazu kamen Silbermedaillen von Wolfgang Kindl und im Teambewerb.

Hackls Expertise ist auch bei Umsetzung eines geänderten Regelwerks sehr wertvoll. So wurden die Doppelsitzer-Schlitten tiefer gelegt, um in Kombination mit einem breiteren Kufenabstand mehr Sicherheit zu bringen, wie Yannick Müller betonte. "Die Abstimmung der Schienen ist das, was uns gegenwärtig am meisten beschäftigt", erläuterte der Vorarlberger. Auch der im Einzelsitzer aktive Nico Gleirscher berichtete von Änderungen bei den Schienen. "Hier teste ich die verschiedenen Einstellungen, um punkto Set-up noch flexibler zu sein."

Eigentler sieht sein Team vor einer Trainingswoche in Sigulda gut am Weg. "Wir sind sehr gut reingekommen, die Richtung passt. Jetzt gilt es den Prozess weiter voranzutreiben. Ein paar Innovationen sind noch nicht einmal ausgepackt, wir haben bis zum Saisonstart also noch einiges zu tun." Bis dahin soll die Feinabstimmung der überarbeiteten Rodeln vorangetrieben werden. Nach der Rückkehr aus Lettland geht es noch nach Altenberg, Oberhof, Winterberg, Igls und Bludenz. Igls richtet am 3./4. Dezember auch den Weltcup-Auftakt aus.

Quelle: Agenturen