APA - Austria Presse Agentur

Glasner mit Frankfurt und Hütter mit Gladbach weiter sieglos

21. Aug 2021 · Lesedauer 3 min

Die beiden österreichischen Trainer in der deutschen Fußball-Bundesliga sind mit ihren neuen Vereinen nach zwei Runden weiter sieglos. Oliver Glasner kam am Samstag mit Eintracht Frankfurt trotz klarer Überlegenheit nicht über ein 0:0 gegen den FC Augsburg hinaus. Adi Hütter bezog mit Borussia Mönchengladbach in Leverkusen ein 0:4-Debakel, bei dem sich ÖFB-Teamspieler Stefan Lainer schwer verletzte.

Nach der bitteren Pleite hatte Hütter auch noch große Personalprobleme zu beklagen. Lainer wurde von Mitchel Bakker kurz vor der Pause im Strafraum gefoult und von zwei Betreuern gestützt in die Kabine gebracht. Beim Salzburger Außenverteidiger besteht Verdacht auf Knöchelbruch, er wird Gladbach und dem Nationalteam damit lange fehlen. Stürmer Marcus Thuram, der schon nach 20 Minuten raus musste und durch Hannes Wolf ersetzt wurde, hat wohl eine Außenbandverletzung erlitten. "Das ist ohnehin ein ernüchternder Tag für uns. Das kommt jetzt alles noch dazu", sagte Hütter.

Für den Vorarlberger hatte es davor im Duell mit Gerardo Seoane, seinem einstigen Nachfolger bei den Young Boys Bern, einen herben Dämpfer gegeben. Gladbach-Torhüter Yann Sommer mit einem Eigentor (3.), Patrik Schick (8.), Moussa Diaby (55.) und Nadiem Amiri (87.) erzielten die Tore. Bayer-Torhüter Lukas Hradecky hielt zudem den Elfmeter von Lars Stindl (43.) nach dem Foul an Lainer.

Hütter hatte seine Angriffsausrichtung im Vergleich zum Auftaktremis gegen Meister Bayern München umgestellt und brachte mit Marcus Thuram und Jonas Hofmann zusätzlich Wucht und Tempo über die Außenpositionen ins Spiel. Doch die offensiven Akzente setzten vor allem die Gastgeber, bei dem Julian Baumgartlinger in der 84. Minute einwechselt wurde.

Für Glasner, der in Frankfurt auf seinen Vorarlberger Kollegen gefolgt ist, gab es auch im dritten Pflichtspiel kein Erfolgserlebnis, nach dem 0:2 in Mannheim und dem 2:5 in Dortmund aber immerhin das erste Remis der Saison. Wie sehr der Fehlstart mit Pokal-Aus und Dortmund-Schlappe die Eintracht und Glasner verunsichert hat, bewies schon ein Blick auf die Startaufstellung. Der Oberösterreicher wechselte nicht nur von Dreier- auf Viererkette, sondern tauschte bei seinen fünf Wechseln auch gesetzte Akteure wie Kreativmann Daichi Kamada oder Routinier Makoto Hasebe aus. "Man merkt, wir sind noch ein bisschen in der Findungsphase", merkte Glasner beim TV-Sender Sky an. Er sprach von "einem kleinen Wandel".

Was Glasner damit bewirkte, war immerhin defensive Stabilität. In der neu formierten Viererkette um den Kärntner Abwehrchef Martin Hinteregger verlebte Schlussmann Kevin Trapp einen ruhigen Nachmittag. Das Manko war nur die Chancenverwertung. Augsburg (mit Michael Gregortisch ab 72.) zeigte sich eine Woche nach dem bitteren 0:4 gegen Hoffenheim zwar etwas verbessert, ist aber in der Liga noch sieg- und torlos.

Borussia Dortmund hat auf dem erhofften Weg zu mehr Konstanz früh einen Rückschlag kassiert. Der Pokalsieger musste sich beim SC Freiburg (mit Philipp Lienhart) 1:2 (0:1) geschlagen geben und steckte nach der Supercup-Niederlage gegen den FC Bayern die nächste Ernüchterung ein. Vincenzo Grifo (6.) mit einem sehenswert direkt verwandelten Freistoß und Roland Sallai (53.) schockten die Dortmunder. Für den BVB traf Freiburgs Yannik Keitel per Eigentor (59.).

Der VfL Wolfsburg feierte mit Xaver Schlager im zweiten Spiel den zweiten Sieg. Beim 2:1-Erfolg in Berlin gegen Hertha erzielte Lukas Nmecha in der 88. Minute den entscheidenden Treffer. Aufsteiger VfL Bochum feierte mit einem 2:0 (1:0) gegen FSV Mainz 05 den ersten Bundesliga-Sieg seit 13. Februar 2010. Beim Auswärts-1:1 des VfL Bochum bei Greuther Fürth wurde Alessandro Schöpf in der 68. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot ausgeschlossen, Manuel Prietl spielte durch.

Quelle: Agenturen