ÖFB | Christopher Glanzl

#WEURO: England empfängt zum Auftakt Österreich im Old Trafford

06. Juli 2022 · Lesedauer 4 min

Am Mittwoch um 21 Uhr startet die Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2022 mit der Partie Österreich gegen England - mit PULS 24 können Sie jedes Spiel im Liveticker verfolgen.

Im legendären Old-Trafford-Stadion vor 75.000 Zuseher:innen startet am Mittwoch um 21 Uhr die Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2022 (#WEURO2022) mit dem Spiel Österreich gegen den Gastgeber England. "Es ist eine große Ehre für uns, dass wir die EURO 2022 im Mutterland des Fußballs vor so einer einzigartigen Kulisse eröffnen dürfen. Das ist einerseits historisch und ein absolutes Highlight, anderseits eine Riesen-Challenge", sagte Irene Fuhrmann.

Das Team Österreich kämpft in der Gruppe A gegen England, Nordirland (11. Juli, 18 Uhr) und Norwegen (15. Juli, 21 Uhr) um den Aufstieg. "Die Favoritenrollen sind in der Gruppe mit England und Norwegen klar verteilt. Um diese Gruppe zu überstehen, braucht es nicht nur herausragende Teamleistungen, sondern auch das nötige Glück auf unserer Seite", ist sich ÖFB-Teamkapitänin und England-Legionärin Viktoria Schnaderbeck bewusst. "Um überraschen zu können, und die Gruppenphase zu überstehen, müssen wir körperlich in Topverfassung sein und brauchen in allen drei Spielen eine herausragende Leistung", betonte auch Fuhrmann.

PULS 24 begleitet die gesamte Europameisterschaft mit Livetickern, Tabellen und Infos auf der Fanwelt unter puls24.at/weuro2022

16 Millionen Euro Preisgeld

Die UEFA schüttet insgesamt 16 Millionen Euro Preisgeld aus - doppelt so viel wie 2017. Jeder der 16 teilnehmenden Verbände erhält eine Startprämie von 600.000 Euro. Erstmals gibt es in der Gruppenphase Prämien für einen Sieg (100.000 Euro) und für ein Unentschieden (50.000 Euro). Das Viertelfinale wird mit zusätzlich 205.000, das Halbfinale mit 320.000 Euro belohnt. Der Gewinner des Endspiels erhält weitere 660.000 - und im besten Fall bei drei Siegen in der Gruppenphase insgesamt 2,085 Millionen Euro.

Mehr als 500.000 Tickets verkauft

Das Interesse an den Spielen bei der Frauen-Fußball-EM in England ist so groß wie nie zuvor. Schon fünf Tage vor dem am (heutigen) Mittwoch stattfindenden Eröffnungsspiel England gegen Österreich im ausverkauften Old Trafford Stadium wurde die 500.000-Ticket-Marke geknackt, Dienstagmittag waren rund 517.000 Karten weg. Zum Vergleich: 2017 kamen zu allen Partien in den Niederlanden 274.041 Fans. Das war bis dato Rekord. Interessierte aus 99 Ländern haben sich Karten gesichert.

"Der Frauenfußball ist mittlerweile in einer anderen Sphäre. 517.000 Tickets, wer hätte das gedacht, das ist ganz einfach fantastisch", sagte Nadine Kessler, Abteilungsleiterin für Frauenfußball bei der UEFA. Und Chris Bryant, Chef für Turnierentwicklung beim englischen Verband, sah das ähnlich: "Mehr als eine halbe Million verkaufte Tickets ist eine unglaubliche Leistung."

ÖFB-Kontingent nicht ausgeschöpft

80 Prozent der Tickets für die 16 Teams umfassende Endrunde wurden in England verkauft, dahinter folgen die Niederlande, Deutschland, Schweden und Frankreich. Das Interesse aus Österreich hielt sich in Grenzen. Laut ÖFB-Angaben wurden rund 1.500 Fans des ÖFB-Teams in der Heimstätte des Männerteams von Manchester United erwartet. Darunter zahlreiche Familienmitglieder und Freunde des ÖFB-Trosses sowie neben einer mehrköpfigen ÖFB-Delegation mit Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) auch zwei hochrangige heimische Politiker.

Das ÖFB-Kontingent von 4.000, das es im exklusiven Vorverkauf gegeben hatte, wurde deutlich nicht ausgeschöpft. Last-Minute-Interessierte hatten keine Chance mehr die Partie zu verfolgen, war das mit Spannung erwartete Auftaktspiel doch schon längere Zeit ausverkauft. Die Preise dafür lagen im Bereich von 15 und 40 Pfund (17,45 Euro und 46,53 Euro).

Wenig präsent

Nichts bezahlen muss man hingegen wenn man das Turnier auf einem der Fanfeste in den neun Host Cities verfolgt. Dabei werden die Partien auf einer Leinwand live übertragen, dazu gibt es zahlreiche kulinarische Angebote sowie Entertainment. In Manchester wurde dafür im Piccadilly Gardens noch eifrig gearbeitet, einen Tag vor dem Start des Events wurde erst damit begonnen alte Container zu verzieren bzw. die Werbetafeln für die Frauen-EM zu montieren, wie ein APA-Lokalaugenschein ergab.

Auch sonst ist das Turnier in der Innenstadt nur wenig präsent. Nicht allzu große fahnenähnliche Banner sind in der ein oder anderen Straße montiert, auf so manchem Screen wird als Werbeeinschaltung für gewisse Unternehmen auf das Turnier hingewiesen. Ganz groß Werbung macht die BBC auf einer Hausfassade in der Nähe des Fanfestes, wo neben Englands Rekord-Torschützin Ellen White auch Österreichs Arsenal-Legionärin Laura Wienroither als eine von vier internationalen Akteurinnen im ÖFB-Dress groß abgebildet ist.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe