APA - Austria Presse Agentur

Fußball: 76 Prozent der Bundesliga-Profis geimpft

29. Okt 2021 · Lesedauer 3 min

Auf Anfrage der APA und von PULS 24 gab die Bundesliga am Freitag bekannt, dass rund drei Viertel der Spieler gegen Corona geimpft ist.

76 Prozent der Kicker der zwölf heimischen Oberhaus-Clubs sind gegen Covid-19 vollimmunisiert. Das gab die Fußball-Bundesliga am Freitag auf APA-Anfrage bekannt. Dazu kommen elf Prozent Genesene. In der sogenannten "Roten Gruppe", der etwa auch Betreuer angehören, beträgt der Anteil der Geimpften 81 Prozent, mit den Genesenen landet man bei 89 Prozent. Von der österreichischen Gesamtbevölkerung sind derzeit rund 62,5 Prozent vollständig geimpft.

Die ungeimpften Profis werden regelmäßig getestet, weshalb in der Bundesliga "3G am Arbeitsplatz" praktiziert wird. Eine genaue Aufschlüsselung, wie hoch der Anteil der Geimpften pro Verein ist, wurde nicht veröffentlicht. Bei dem vergleichsweise kleinen Anteil an Spielern, der mit Johnson & Johnson geimpft ist, wird gerade eine Auffrischung vorgenommen, heißt es. Die englische Premier League hatte vor eineinhalb Wochen vermeldet, dass 68 Prozent der Kicker vollimmunisiert seien. 

Altach und Hartberg mit Impfquote über 90 Prozent

Auf PULS 24-Anfrage geben der TSV Hartberg und der SCRA Altach die Impfquote im Verein bekannt. Bei Hartberg seien in der Gruppe der Spieler und der Betreuer je 90 Prozent geimpft. Die Steirer geben an, ihren Spielern eine Impfung empfohlen zu haben. Beim SCR Altach liegt der Anteil der geimpften Personen in der "Roten Gruppe" bei 95 Prozent. Die Altacher geben an Aufklärung betrieben zu haben und einen gemeinsamen Impftermin organisiert zu haben. Bei jenem stand es allen Beteiligten frei sich impfen zu lassen. 

Noch keine Zahlen lagen dem FK Austria Wien am Donnerstag vor. Der Verein gibt aber an bereits vor mehreren Wochen eine Impf-Empfehlung abgegeben zu haben. Außerdem hat man ein Beratungsgespräch für die Mannschaft mit einem Arzt organisiert. "Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich möglichst alle Spieler impfen lassen und beobachten sehr genau, wie die Bundesregierung mit dem Thema umgeht", heißt es von den Wienern. 

Der Wolfsberger AC hingegen reagiert auf die Anfrage mit Verweis auf die offiziellen Zahlen der Bundesliga. Die übrigen acht Bundesligisten, Red Bull Salzburg, SK Rapid, SK Sturm, LASK Linz, Admira Mödling, WSG Tirol, SV Ried und SK Austria Klagenfurt, äußerten sich bis Freitag Nachmittag nicht zu der Anfrage.

26 von 30 Klagenfurt-Profis geimpft 

Update: Am Freitagnachmittag reagiert auch der SK Austria Klagenfurt auf die PULS24-Anfrage. Bei den Klagenfurtern seien 26 von 30 Spielern des Profi-Kaders geimpft, ein Spieler ist genesen, drei ungeimpft. Aus welchen Gründen die drei Spieler nicht geimpft sind, kommentiert man nicht: "Die Spieler sind nicht verpflichtet, ihre Gründe zu nennen", heißt es.

Die Klagenfurter bieten ihren Spielern medizinische Beratung und Aufklärung an, eine Impfpflicht bestehe aber nicht. Der Verein spricht sich für die Corona-Impfung aus: "Wir unterstützen alle Maßnahmen zur Aufklärung im Rahmen der Impfkampahnen und werben darum, dass sich möglichst viele Menschen gegen das Virus impfen lassen, um sich selbst und andere vor schweren Verläufen der Krankheit zu schützen."

Am Samstag kommt die Antwort der SV Ried. Genaue Angaben, wie viele Profis geimpft sind, macht der Verein nicht, jedoch "befürwortet man als Verein grundsätzlich die Impfung". Ein Impfangebot für Spieler und Betreuer wurde bereitgestellt, es bleibe dennoch letztendlich eine "persönliche Entscheidung", ob man sich impfen lässt oder nicht. 

Der FC Red Bull Salzburg hingegen verweist am Dienstag auf die offiziellen Zahlen der Bundesliga und gibt an: "Der FC Red Bull Salzburg befürwortet Impfungen. Eine Verpflichtung erachten wir jedoch als nicht zielführend."

Maximilian PatakQuelle: Agenturen / Redaktion