APA/GERT EGGENBERGER

FAC hofft als letzter Unterhausclub im Cup auf Historisches

03. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Mit dem FAC greift zum Auftakt des Viertelfinales am Freitag (17.00 Uhr) der letzte im Fußball-Cup verbliebene unterklassige Club in den Bewerb ein. Der Zweitligist gastiert beim WAC und hofft auf den ersten Halbfinaleinzug seit 1946, die zweite Partie bestreiten danach (19.20/beide live ORF Sport +) die SV Ried und Austria Klagenfurt. Abgeschlossen wird die Phase mit den Duellen Rapid - Hartberg (Samstag) und Salzburg - LASK (Sonntag) erst am Wochenende.

Die Partie im Innviertel ist zugleich die Premiere des Neuen an der Seitenlinie. Robert Ibertsberger übernahm im Winter von Interimscoach Christian Heinle und hofft auf einen gelungenen Start mit den Riedern. "Bis jetzt hat in der Vorbereitung wirklich alles super funktioniert. Die Mannschaft weiß und hat verstanden, was ich haben möchte", sagte ein optimistischer Ibertsberger, für den es nach Austria Wien, dem WAC und St. Pölten die dritte Trainerstation im Oberhaus ist.

"Wir haben einen neuen Trainer mit neuen Ideen. Ich hoffe, dass wir schon im ersten Match alles sehr gut umsetzen können. Aber man weiß vor dem ersten Match nie, wo man wirklich steht", gab Mittelfeldmann Stefan Nutz zu. Der Respekt des Tabellensechsten, der nur einen Punkt hinter den Kärntnern liegt und im ersten Saisonduell in Ried ein 1:1 holte, ist vorhanden. "Klagenfurt ist ein sehr unangenehmer Gegner. In der Defensive sind sie sehr kompakt, ihre große Stärke ist das Umschaltspiel. Wenn wir ihnen aber unser Spiel aufdrücken können, dann ist sehr viel für uns möglich", betonte Ibertsberger.

Der zweifache Cupsieger (1998 und 2011) und Finalist 2012, der in der dritten Runde Sturm Graz ausschaltete, muss lediglich auf Stürmer Seifedin Chabbi verzichten, der sich in einem Testmatch eine Ellbogenfraktur zuzog und operiert werden musste. Mehr personelle Sorgen haben die Klagenfurter, denen acht Leute fix fehlen. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Rajko Rep, der Winter-Zugang musste das Training am Mittwoch mit Oberschenkelproblemen vorzeitig abbrechen.

Während die Ausgangslage in Ried recht offen ist, geht der WAC als klarer Favorit ins Heimspiel gegen den FAC. Die Wiener spielen allerdings bisher eine gute Saison, kämpfen in der 2. Liga sieben Punkte hinter Leader Austria Lustenau liegend um den Aufstieg. Dazu gesellt sich ein historischer Aspekt: Der FAC kann zum ersten Mal seit 76 Jahren das Halbfinale erreichen. Dort wurde es 1946 allerdings bitter: Ernst Ocwirk und Co. unterlagen der Vienna 3:13.

"Ob Favorit oder Außenseiter spielt für uns keine Rolle, am Ende des Tages stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die beide ins Halbfinale kommen wollen", erklärte FAC-Coach Mitja Mörec. "Im Cup geht es nicht darum, ob du Erst- oder Zweitligist bist, aber natürlich motiviert es uns, dass wir uns mit so einem guten Gegner messen dürfen."

Für den WAC ist der Cup auch der Startschuss in das Grunddurchgangsfinale in der Liga, in dem noch Ried, Salzburg, Austria und der LASK warten. Der Tabellendritte, punktegleich mit den zweitplatzierten Grazern, will an die guten Leistungen vor der Winterpause anschließen: Seit 25. September gelangen in neun Ligapartien bei nur einer Niederlage sieben Siege.

Der Truppe von Robin Dutt winkt das dritte Cup-Halbfinale nach 2015 und 2021. Im Gegensatz zum restlichen Freitagstrio sind die Kärntner aber zumindest leicht von Corona betroffen. Einsergoalie Alexander Kofler fing sich den Virus ein, sein Einsatz war am Donnerstag noch offen.

Quelle: Agenturen