APA - Austria Presse Agentur

Weltwirtschaftsforum in Davos wird verschoben

26. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Wegen der Corona-Pandemie hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) sein für Jänner geplantes Jahrestreffen in Davos auf Anfang Sommer des nächsten Jahres verschoben. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, denn es bestehe eine dringende Notwendigkeit, dass weltweit führende Unternehmen "einen gemeinsamen Erholungspfad" für die Zeit nach der Corona-Krise entwerfen.

Wegen der Corona-Pandemie hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) sein für Jänner geplantes Jahrestreffen in Davos auf Anfang Sommer des nächsten Jahres verschoben. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, denn es bestehe eine dringende Notwendigkeit, dass weltweit führende Unternehmen "einen gemeinsamen Erholungspfad" für die Zeit nach der Corona-Krise entwerfen.

"Experten meinen jedoch, dass wir dies im Januar nicht sicher tun können", wie das WEF am Mittwoch in Cologny bei Genf weiter mitteilte. Das Treffen, zu dem jedes Jahr mehr als 3.000 Teilnehmer anreisen, war dieses Mal vom 26. bis 29. Jänner 2021 geplant. In dieser Zeit ist nun nur noch ein stark abgeschwächtes Online-Format vorgesehen. In der Woche vom 25. Jänner an würden "Davoser Dialoge" digital einberufen, "in denen wichtige globale Führungskräfte ihre Ansichten zum Zustand der Welt im Jahr 2021 austauschen werden", hieß es.

An der viertägigen Tagung im Alpenort Davos nehmen jedes Jahr Dutzende Staats- und Regierungschef, unter ihnen befanden sich etwa Bundeskanzler Sebastian Kurz oder US-Präsident Donald Trump, sowie zahlreiche Top-Manager und ranghohe Vertreter der Gesellschaft teil. Konkrete Entscheidungen werden zwar selten getroffen. Allerdings loben viele Entscheidungsträger den "Geist von Davos" wegen zahlreicher, intimer Treffen auf engem Raum als Ausgangspunkt für bi- und multilaterale Abkommen.

Kritiker werfen dem WEF vor, es biete vor allem Mächtigen und Reichen eine weithin abgeschottete Plattform, auf der sie Geschäfte und politische Deals einfädeln können. WEF-Gründer Klaus Schwab hat die Tagung aber in den vergangenen Jahren auch immer stärker für Globalisierungsgegner sowie soziale und Umweltorganisationen geöffnet.

Quelle: Agenturen