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Europacup: Rapid nach 2:1-Sieg gegen Gdansk eine Runde weiter

28. Juli 2022 · Lesedauer 4 min

Rapid bleibt in der Fußball-Europacup-Saison 2022/23 weiter im Geschäft. Im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Conference League gewannen die Hütteldorfer am Donnerstagabend in Danzig gegen Lechia Gdansk mit 2:1 (2:0) und stiegen damit nach dem 0:0 im Hinspiel vor einer Woche in Wien auf.

Nicolas Kühn (16.) und Marco Grüll per Foulelfmeter (18.) sorgten früh für klare Verhältnisse sowie für intakte Chancen auf die Gruppenphase. Lukasz Zwolinski gelang nur mehr der Anschlusstreffer (82.). Während für die Polen das Kapitel Europacup für heuer erledigt ist, trifft die Mannschaft von Trainer Ferdinand Feldhofer nun am nächsten Donnerstag auswärts in der dritten Qualifikationsrunde auf Neftci Baku. Das Team aus Aserbaidschan eliminierte Aris Limassol aus Zypern mit einem 3:0 im Rückspiel und drehte damit noch das Blatt nach der 0:2-Hinspielniederlage. Das bedeutet zugleich, dass die Bundesligapartie der Rapidler am Sonntag bei Austria Klagenfurt (17.00 Uhr) wie geplant stattfinden kann.

Intensive und schnelle Partie

Im zweiten Duell mit dem polnischen Liga-Vierten der Vorsaison tauschte Feldhofer in seiner Startaufstellung die Außenverteidiger im Vergleich zum Hinspiel aus: Rechts durfte Thorsten Schick statt Martin Koscelnik ran, links begann wie schon gegen Ried Jonas Auer für Martin Moormann. Bei den Polen nahm Trainer Tomasz Kaczmarek ebenfalls zwei Änderungen in der Startelf vor: Statt Flavio Paixao stürmte Zwolinski, im Mittelfeld ersetzte Jakub Kaluzinski den Letten Kristers Tobers.

Zwischen den Grün-Weißen aus Danzig und Wien - Letztere traten in ihren rotblauen Auswärtsleiberln auf - entwickelte sich eine intensive und schnelle Partie mit zunächst leichten Vorteilen für die Gastgeber. Ilkay Durmus prüfte nach einem Vorstoß über links ein erstes Mal Niklas Hedl (13.), der sich keine Blöße gab. Nur drei Minuten später zappelte der Ball jedoch im Netz der Polen. Nach einem Vorstoß über Marco Grüll wurde Nicolas Kühn bedient. Der deutsche Neuzugang fackelte nicht lange und erzielte mit seinem sehenswerten Linksschuss von der Strafraumgrenze - der Ball wurde noch leicht abgefälscht - die Führung der Wiener.

Und Rapid holte zum Doppelschlag aus. Nach einer flotten Kombination über Kühn und Moritz Oswald gelangte das Spielgerät zu Guido Burgstaller, der vehement Richtung Strafraum zog und geschickt das Foul suchte. Kaluzinski tat ihm genau diesen Gefallen, allerdings wohl knapp außerhalb des Sechzehners. Der Schweizer Referee Alessandro Dudic zeigte dennoch auf den Punkt, einen VAR gibt es in dieser Phase des Bewerbs nicht. Grüll ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0 (18.), wenngleich Lechia-Goalie Dusan Kuciak noch mit der rechten Hand an den Ball kam.

Polen geschockt

Die Polen zeigten sich von den beiden Wirkungstreffern sichtlich geschockt, die Feldhofer-Truppe kontrollierte nun weitgehend das Geschehen. In der 35. Minute setzte Bernhard Zimmermann nach einer feinen Ballstaffette zu einem artistischen Seitfallzieher an, der Kuciak aber keine Probleme bereitete. Kurz vor der Pause probierte es Kaluzinski aus der Distanz, doch statt dem Anschlusstreffer gab es nur einen Corner (44.).

Lechia-Coach Kaczmarek brachte für die zweite Hälfte mit Flavio Paixao und Jaroslaw Kubicki (für Christian Clemens und Kaluzinski) frische Kräfte für die anvisierte Aufholjagd. Erstmals richtig brenzlig wurde es für Rapid in der 53. Minute: Nach einem Stanglpass fälschte Kevin Wimmer das Leder gefährlich Richtung eigenes Tor ab, doch Grüll rettete knapp vor der Torlinie. Maciej Gajos verpasste wenig später per Kopf den Anschlusstreffer (56.). Kühn wiederum ließ die Chance aufs 3:0 nach einem Dribbling aus (64.).

Dass es am Ende noch einmal spannend wurde, ist auch dem für David Stec eingewechselten Filip Koperski zu verdanken. Der Rechtsverteidiger überlief Jonas Auer und bediente mustergültig Zwolinski, der aus kurzer Distanz das 1:2 besorgte (82.). Bei den Danzigern keimte wieder Hoffnung: Kacper Sezonienko verpasste jedoch den Ausgleich (84.). Mit Glück brachten die Wiener schlussendlich den knappen Sieg über die Zeit.

Quelle: Agenturen