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EM-Auftakt: Türkei gegen Italien endet 0:3

11. Juni 2021 · Lesedauer 4 min

Das erste Match der EM 2020 ist geschlagen. Die Türkei verliert gegen Italien 0:3.

Italien gewinnt gegen die Türkei im ersten Spiel der EM verdient - aber mit Heimvorteil. Die Tore schossen Merih Demiral (Eigentor in der 53. Minute), Ciro Immobile (66. Minute) und Lorenzo Insigne in der 79. Spielminute. In der Gruppe A warten auf Italien und die Türkei noch die Schweiz und Wales. 

Die Italiener waren vor 16.000 Zuschauern im Stadio Olimpico klar spielbestimmend. Sie hatten allerdings vor der Pause Mühe, die Türken, die die Räume eng machten, spielerisch zu überwinden. Die Ausnahme war ein Abschluss von Insigne nach schönem Doppelpass mit Domenico Berardi, der statt im Kreuzeck neben dem Tor landete (18.). Sonst ging Gefahr meist durch Schüsse oder von Standardsituationen aus. Einen Chiellini-Kopfball drehte Ugurcan Cakir über die Latte (22.). Der Schlussmann der Türken war auch bei Schüssen von Insigne (37.) und Berardi (43.) auf dem Posten.

Eigentor

Eine Minute später hatten die Türken Glück, dass ein durchaus umstrittenes Handspiel von Zeki Celik im Strafraum vom Schiedsrichterteam plus Video Assistant Referee ungeahndet blieb. Von Stürmer-Routinier Burak Yilmaz und Co. war offensiv gar nichts zu sehen. Das änderte sich auch in der zweiten Hälfte nicht. Auf der anderen Seite zappelte dafür der Ball schnell im Netz. Demiral warf sich in eine Berardi-Hereingabe und beförderte den Ball dabei mit dem Bauch unglücklich ins eigene Netz. Hinter ihm hatte Immobile gelauert.

Den zweiten Gegentreffer verhinderte zunächst Cakir bei einem Locatelli-Schuss (58.). Auch bei einem Abschluss des starken und sehr offensiv ausgerichteten Außenverteidigers Leonardo Spinazzola konnte sich der 25-jährige Trabzonspor-Goalie auszeichnen, war dann aber gegen den Abstauber von Immobile machtlos. Beim dritten Gegentreffer traf Cakir eine Mitschuld, wurde dieser doch durch einen Fehlpass beim Herausspielen eingeleitet. Die Italiener kombinierten schnell in den Strafraum, wo Insigne überlegt ins Eck einschoss.

Die "Squadra Azzurra" setzte mehrere Serien fort. Sie ist mittlerweile 28 Partien unbesiegt und blieb im neunten Länderspiel in Folge ohne Gegentor. Gegen die Türken blieben die Hausherren zum elften Mal en suite ungeschlagen, dabei schaute Sieg Nummer acht heraus. Nächste Hürde für den Europameister von 1968 ist am Mittwoch wieder in Rom die Schweiz. Die Türken müssen nach Baku reisen, um am selben Tag gegen Wales anzutreten.

Seit einem 0:1 gegen Portugal im September 2018 ist Italien nun in 28 Spielen ungeschlagen geblieben. Zum Rekord aus den 1930er-Jahren fehlen nun nur noch zwei Spiele. Zuletzt blieb die Mannschaft in acht Partien in Folge ohne Gegentor - nun sind es neun. 

Große Eröffnungszeremonie in Rom

Die paneuropäische Fußball-Europameisterschaft ist vor dem Match mit einer Show im Olympiastadion von Rom offiziell eröffnet worden. Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix folgte am Freitagabend im Olympiastadion der Anpfiff des Auftaktspiels zwischen Italien und der Türkei. Das Turnier in elf Ländern, das wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden musste, endet am 11. Juli mit dem Finale im Londoner Wembley-Stadion.

Nach klassischen Klängen von Tenor Bocelli, der viel Applaus bekam, präsentierten Bono, sein langjähriger Weggefährte The Edge und Martin Garrix den offiziellen EM-Song "We Are The People". Wie schon zuletzt im Finale der Champions League in Porto verwandelte sich das Stadion, durch das noch Rauchschwaden des vorangegangenen Feuerwerks zogen, zumindest für die TV-Zuschauer digital in blau und weiß, dargestellt wurde dabei unter anderem der Siegerpokal für den Europameister. Zuvor erinnerten 24 überdimensionale Bälle in den entsprechenden Landesfarben an die 24 teilnehmenden Nationen.

Schon Stunden vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels hatten sich Hunderte Fans ins historische Zentrum Roms aufgemacht. Sie genossen den Tag über die friedliche Stimmung und das gute Wetter in der italienischen Hauptstadt. Bei fast 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein stiegen einige die berühmte Spanische Treppe hoch, posierten vor dem Trevi-Brunnen oder kickten bereits auf der berühmten Piazza del Popolo.

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Konstantin AuerQuelle: Redaktion / koa