Salzburg steht im Finale der ICE Hockey League

30. März 2022 · Lesedauer 4 min

Der EC Red Bull Salzburg steht als erster Finalist der ICE Hockey League fest. Die "Bullen" gewinnen Spiel 4 mit 5:1 in Wien und entscheiden die "best-of-seven"-Serie klar mit 4:0 für sich.

Damit ist der Dominator der Regular Season in den Playoffs weiterhin ungeschlagen. Bereits im Viertelfinale gelang ein "Sweep" (4:0 gegen Znojmo). Für die Vienna Capitals ist die Saison beendet. Im Endspiel treffen die Salzburger entweder auf Fehervar oder den VSV. Die Ungarn haben nach einem 5:4-Overtime-Sieg am Freitag den ersten Matchpuck und führen die Serie mit 3:1 an. 

Spiel 4 entscheiden die Salzburger mit 5:1 für sich. Nachdem Prapavessis (16., PP) die Hausherren in Führung bringt, drehen Brennan (19.), Wukovits (26., PP), Schneider (38.), Lebler (43.) und Raffl (55., EN) die Partie zugunsten der Salzburger.

Zerfahrene Anfangsphase  

Salzburg startet quasi mit einem Powerplay in die Partie. Peter Schneider taucht bereits nach fünf Sekunden gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf und wird von Alex Wall mittels Haken gestoppt. Das erste Überzahlspiel der Gäste birgt jedoch keine große Gefahr. Nach einer Strafe gegen Dominique Heinrich (Halten) bekommen die Wiener nach nur vier Minuten ebenfalls ein frühes Überzahlspiel. Simeon Schwinger und Charlie Dodero prüfen Salzburg-Goalie Atte Tolvanen, dieser ist auf dem Posten.

Nach sechs Minuten müssen die verletzungsgeplagten Capitals den nächsten Rückschlag verdauen. Luke Moncada bekommt den Schlittschuh von T.J. Brennan zu spüren und muss das Spiel frühzeitig beenden. Das Anfangsdrittel ist geprägt von zahlreichen Härteeinlagen. James Sheppard, Anton Karlsson (beide VIC) und Jan-Mikael Järvinen (RBS) müssen ebenfalls auf und abseits des Eises behandelt werden. Auch Linesman Simon Riecken muss das Spielfeld kurzfristig verlassen.

Rüder Bodycheck von Keegan Kanzing (RBS)

Nach 16 Minuten nützen die Wiener ihr zweites Powerplay zur Führung. Nach Strafe gegen Ali Wukovits (Halten) bedient Brody Sutter Matt Prapavessis, der aus kurzer Distanz einschiebt. Die Antwort der "Bullen" lässt nicht lange auf sich warten: Brennan verwertet seinen eigenen Rebound mit einem Gewaltschuss zum 1:1 (19.).

Wukovits und Schneider sorgen für Vorentscheidung  

Der bessere Start ins Mitteldrittel gelingt den Gästen. Peter Hochkofler vergibt die erste Möglichkeit auf das 1:2. Wenig später belohnen sich die "Bullen" im Powerplay nach Strafe gegen Wall (Haken). Schneider zieht aus der Distanz ab, Raffl setzt gegen Caps-Goalie Bernhard Starkbaum intensiv nach und Ali Wukovits staubt zur Führung ab (26.).

Ali Wukovits (RBS) trifft zum 2:1

Insgesamt dominieren die Gäste den zweiten Abschnitt. Die Schussbilanz von 6:21 spricht eine deutliche Sprache. Nicolai Meyer vergibt die einzige Chance für die Wiener. Auf der Gegenseite lassen Raffl und Co. ein weiteres Powerplay nach Strafe gegen Sheppard (36., Behinderung) ungenützt, doch kurz vor dem Pausenpfiff zappelt der Puck abermals im Netz. Peter Schneider erzielt nach einer schönen Einzelaktion seinen ersten Treffer der Halbfinal-Serie (38.).

Zweiter "Sweep" für Salzburg 

Wien kommt mit viel Schwung aus der Kabine, doch die "Red Bulls" erweisen sich als eiskalt. Nach einem starken Konter über Heinrich und Paul Huber trifft Brian Lebler zur 1:4-Vorentscheidung (43.). Die Wiener beweisen Moral und kommen in Überzahl noch einmal zu guten Chancen. Tolvanen kann sich mit einem unglaublichen Save gegen Nicoali Meyer noch einmal auszeichnen. 

"big save" von Atte Tolvanen (RBS)

Caps-Head Coach Dave Barr entscheidet sich früh dafür Goalie Starkbaum vom Eis zu nehmen. Raffl (55.) gelingt per Empty Net Goal die endgültige Entscheidung. Mit dem 5:1-Sieg fixieren die Salzburger den zweiten "Sweep" der K.O.-Phase nach dem 4:0 im Viertelfinale gegen Znojmo. Caps-Verteidiger Phil Lakos, der mit 41 Jahren seine Karriere beendet, wird in den letzten Minuten vom Stadionsprecher und vom Publikum frenetisch gefeiert. Auch für Kapitän Mario Fischer könnte es das letzte Spiel als Profi gewesen sein. 

Wann das erste Finalspiel über die Bühne geht, hängt vom Ausgang der zweiten Halbfinal-Serie ab. Sollte Fehervar am Freitag ein Sieg gelingen, findet Spiel eins der Final-Serie am Dienstag, den 5.4, statt. 

Die Stimmen zum Spiel 

Thomas Raffl (RBS)

Maximilian PatakQuelle: Redaktion