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Djokovic nach ATP-Finals-Triumph für 2023 sehr motiviert

21. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Von den "big three" im Welt-Tennis ist der Schweizer Roger Federer zurückgetreten und Rafael Nadal derzeit sozusagen in einer Schaffenspause. Der Spanier will nach seinem Ausscheiden in der Gruppenphase der ATP Finals 2023 wieder zurückkommen. Novak Djokovic freilich ist schon aktuell obenauf, mit seinem sechsten Titel beim Saisonabschluss zog er als Rekordsieger mit Federer gleich. Und der 35-Jährige scheint für 2023 motivierter denn je zu sein.

"An Motivation mangelt es mir derzeit wirklich nicht", meinte der "Djoker", nachdem er beim Event ungeschlagen geblieben war und einen im Tennis davor unerreichten Sieger-Scheck über 4,7 Mio. Dollar eingestreift hatte. Nachdem er "grünes Licht" für das Antreten bei den Australian Open erhalten hat, scheint seine Jagd auf Major-Rekordsieger Nadal weiterzugehen. Heuer hat Djokovic in Wimbledon seinen 21. Major-Titel geholt, Weltranglistenpunkte gab es dafür aber nicht.

"Es gibt keine Endzone für mich", nahm Djokovic eine Anleihe am American Football. "Es gibt bei mir auch keine Gedanken oder Ideen darüber, wie ich meine Karriere einmal beenden werde." Er wisse nicht, was ihm die Zukunft bringen werde, aber er habe einen großen Hunger nach Trophäen. "Geschichte in diesem Sport zu machen und auf dem höchsten Level spielen sowie gute Emotionen zu den Sport-Fans bringen. Das treibt mich an", umriss der Weltranglisten-Fünfte seinen Gemütszustand.

Djokovic ist der bisher älteste Gewinner der inoffiziellen Tennis-WM und gönnt sich nun ein paar Wochen Urlaub. Sportlich hat ihm 2022 Erfolg gebracht, aber auch Belastung anderer Art. Bei den Australian und US Open durfte er nicht antreten, da er nicht gegen Corona geimpft ist. Auch daraus wird er Motivation ziehen, da wie dort im nächsten Jahr zuzuschlagen. Und in der Weltrangliste hat er damit viel Potenzial, womöglich wieder zur Nummer eins zurückzukehren.

Der ihm im Turiner Finale unterlege Casper Ruud darf für heuer auch positiv bilanzieren, der Norweger schließt das Jahr als Nummer drei ab. Auf den großen Triumph muss der 23-Jährige noch warten, nachdem er auch schon bei den French und den US Open erst im Endspiel unterlegen war. "Ich bin hungrig darauf, bei den Australian Open gute Ergebnisse zu haben", äußerte sich Ruud ähnlich wie Djokovic.

Quelle: Agenturen