APA - Austria Presse Agentur

Constantinis Tochter schreibt über Demenz des Vaters

08. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Im Vorjahr hatte die Familie von Ex-Fußball-Teamchef Dietmar Constantini dessen Demenzerkrankung öffentlich gemacht. Im September 2020 soll ein Buch erscheinen, in dem Constantinis Tochter das Schicksal ihres Vaters aufarbeitet. "Wir wollen, dass sich Menschen mit Demenz trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen und am Leben teilzunehmen", sagte Autorin Johanna Constantini der "Tiroler Tageszeitung".

Im Vorjahr hatte die Familie von Ex-Fußball-Teamchef Dietmar Constantini dessen Demenzerkrankung öffentlich gemacht. Im September 2020 soll ein Buch erscheinen, in dem Constantinis Tochter das Schicksal ihres Vaters aufarbeitet. "Wir wollen, dass sich Menschen mit Demenz trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen und am Leben teilzunehmen", sagte Autorin Johanna Constantini der "Tiroler Tageszeitung".

"Abseits" lautet der Titel des Buches, in dem die Psychologin nicht nur die aktuelle Situation beleuchtet, sondern auch Rückblicke ins Leben des heute 65-Jährigen gibt. "Es geht ihm so weit gut", erzählte Johanna Constantini der "TT". "Die Krankheit schreitet voran, mal mehr, mal weniger."

Mit ihrem Werk will Constantini Betroffenen und Angehörigen Mut machen und die öffentliche Aufmerksamkeit noch stärker auf die Krankheit richten, von der in Österreich fast 150.000 Menschen betroffen sind. Bis zum Jahr 2050 könnte sich diese Zahl verdoppeln, berichtete im Februar 2020 der Dachverband Alzheimer Europe. Stigmatisierung, die fehlenden bezahlten Versorgungsplätze für Psychotherapien und klinisch psychologische Behandlungen sowie Hürden im Alltag nennt sie als größte Probleme.

Eine Art Wendepunkt sei der Geisterfahrer-Autounfall von Constantini senior im Juni 2019 gewesen. "Papa war schon davor in Behandlung. Die Ärzte waren unterschiedlicher Ansicht. Es war aber seine Entscheidung, den Verdachtsdiagnosen nicht weiter auf den Grund zu gehen", sagte die Tochter. "Es war nicht immer leicht, ihn zu allen Unterstützungsmöglichkeiten zu bringen." Das solle sich ändern: "Viele aus der Generation meines Papas trauen sich nicht, Hilfe zu suchen."

Quelle: Agenturen