Conference League: Austria nach 1:2 gegen Breidablik auf Island blamabel out

29. Juli 2021 · Lesedauer 3 min

Die Isländer nutzten die desolate Vorstellung der Wiener in der ersten Halbzeit. Dominik Fitz gelang nur noch der Anschlusstreffer.

Die Europacup-Reise der Austria ist auf Island schon wieder zu Ende gegangen. Außenseiter Breidablik setzte sich im Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde zur Conference League mit 2:1 (2:0) durch und schaffte nach dem 1:1 in Wien den Aufstieg. Die Violetten wurden für eine desolate Vorstellung in den ersten 45 Minuten bestraft, als die Isländer durch Kristinn Steindorsson (6.) und Arni Vilhjalmsson (24.) vorlegten. Dominik Fitz (68.) schaffte nur noch den Anschlusstreffer.

Für die verdient gescheiterte Austria und ihren Neo-Trainer Manfred Schmid bedeutete dies nach dem Fehlstart in die Meisterschaft den nächsten empfindlichen Rückschlag. Die Teilnahme am Europacup hatten sich die Favoritner als Achter der Liga im Europacup-Play-off der vergangenen Saison gesichert. Während Breidablik nun auf Aberdeen trifft, muss die Austria danach trachten, in der Bundesliga in Tritt zu kommen. Am Wochenende wartet im ersten Heimspiel der neuen Saison die WSG Tirol.

Defensive Schwächen

20 Grad zeigte das Thermometer bei Anpfiff auf Kunstrasen im spärlich besetzten Kleinstadion Kopavogsvöllur. Auf Betriebstemperatur war aber nur der Vierte der isländischen Liga. Die schon im Hinspiel auffälligen defensiven Schwächen brachten der Austria schon nach wenigen Minuten einen Fehlstart ein. Nach einer Flanke von rechts war Steindorsson völlig frei und verwertete per Fuß. Der erste Schuss aufs Tor brachte Breidablik die sofortige Führung ein.

Die mit derselben Startelf wie in Wien eingelaufenen Isländer präsentierten sich auch in Folge als deutlich gefestigtere Elf. Sie setzten die Austria früh unter Druck und hatten dabei leichtes Spiel. Von den Wienern, bei denen der angeschlagene Rechtsverteidiger Marvin Martins fehlte, war überhaupt nichts zu sehen. Im Gegensatz zu Breidabliks Auftritt war jener der Gäste nur Stückwerk ohne Dynamik und wenig Ideen. Die Abwehr wackelte in mehreren Szenen gehörig.

Fitz war Nutznießer

Zaghaft erarbeiteten sich die Violetten ein paar Szenen in der Offensive. Der von Beginn an aufgebotene Benedikt Pichler probierte es akrobatisch, schoss aber deutlich vorbei. Eine Minute später bestrafte Breidablik den Auftritt der Gäste ein weiteres Mal. Schnell ging es nach einem Gegenstoß durch das Mittelfeld, der allein gelassene Steindorsson legte auf Torschütze Vilhjalmsson ab. Die Austrianer waren erneut nur Zuschauer. Bis zur Pause plätscherte die Partie dahin. Die Austria verbuchte in 45 Minuten keinen Schuss aufs gegnerische Tor.

Schmid wechselte in der Halbzeit nicht. Die Austria attackierte nun früher, Aleksandar Jukic rang Anton Einarsson in Breidabliks Tor mit einem Freistoß (51.) eine erste Parade ab. Eine weitaus größere Möglichkeit ließ der nun im Zentrum spielende Pichler aus, der aus guter Position zu zentral abschloss (64.). Als die Hoffnungen langsam schwanden, brachte ein Geschenk der Hausherren die Austria ins Spiel zurück: Innenverteidiger Viktor Margeirsson passte viel zu ungenau zur Mitte, Fitz war Nutznießer und schloss ins leere Tor ab.

Der eingewechselte Alexander Grünwald hätte nach einer Fitz-Hereingabe fast den Ausgleich geschafft, ein isländischer Fuß war aber noch dazwischen (75.). Die Austria lief danach vergeblich einem Treffer hinterher, auch wenn Breidablik nun körperlich zurückfiel. Nach sechsminütiger Nachspielzeit stand die Blamage für die Violetten fest. Breidablik feierte den größten internationalen Erfolg nach 2013. Damals hatten die Inselkicker Sturm Graz in der Europa-League-Qualifikation eliminiert.

Quelle: Redaktion / koa