APA - Austria Presse Agentur

Brite Dowsett mit Brändle-Hilfe zum Giro-Etappensieg

10. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Der Brite Alex Dowsett hat am Samstag auch dank der Hilfe seines Vorarlberger Teamkollegen Matthias Brändle die 8. Etappe des Giro d'Italia für sich entschieden. Nach 200 Kilometern von Giovinazzo nach Vieste feierte der 32-Jährige seinen zweiten Tageserfolg im Giro nach 2013 und den ersten für das Team Israel Start-up Nation in einer der drei großen Rundfahrten. Brändle wurde in der sechsköpfigen Spitzengruppe Fünfter.

Das Feld mit den Favoriten auf den Gesamtsieg - der Brite Simon Yates musste allerdings nach einem positiven Coronatest aussteigen - hatte fast 14 Minuten Rückstand auf die Ausreißer. Diese hatten angesichts ihres Rückstands von mindestens einer halben Stunde keine Gefahr für die Asse bedeutet, die einen ruhigen Tag verbrachten.

Auf der 207-km-Etappe am Sonntag mit Bergankunft in Roccaraso (1.658 km) muss der führende Portugiese Joao Almeida jedoch um das Rosa Trikot bangen. Er hat 43 Sekunden Vorsprung auf den besseren Kletterer Pello Bilbao, einen Bahrain-Teamkollegen des Niederösterreichers Hermann Pernsteiner (14./+1:48 Min.). Patrick Konrad ist als Gesamt-Neunter (1:26) weiterhin der bestplatzierte Österreicher.

Brändle und Dowsett hatten im letzten Anstieg vor der abschließenden Runde um den Zielort den Anschluss an ein Spitzentrio mit dem Italiener Salvatore Puccio (Ineos), Joseph Rosskopf (USA) und Matthew Holmes (GBR) verloren. Sieben Kilometer später kamen die zwei Ex-Stunden-Weltrekordler aber wieder heran und Brändle zog gleich voll durch. Damit zwang der 30-jährige Hohenemser die Rivalen zu einer Reaktion, und als sie ihn gestellt hatten, griff Dowsett an.

Zunächst fuhr niemand nach, Brändle störte danach in der Verfolgung, und Dowsetts Vorsprung von 50 Sekunden vor dem Anstieg sollte reichen. Puccio wurde mit 1:15 Minuten Rückstand im Dreier-Sprint Zweiter, Brändle rollte mit 2:10 Rückstand über die Linie. "Das war ein verdienter Sieg von Alex, das wird ihm für einen neuen Vertrag helfen", meinte der ÖRV-Zeitfahr-Meister. "Ich habe es auch einige Male probiert, aber Alex hat den richtigen Augenblick gewählt."

Quelle: Agenturen