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Biathletin Hauser in Hochfilzen-Verfolgung auf Platz neun

10. Dez. 2022 · Lesedauer 4 min

Massenstart-Weltmeisterin Lisa Hauser hat in der Verfolgung von Hochfilzen lange um einen Podestplatz mitgemischt, zwei Strafrunden beim letzten Schießen warfen die Sprint-Zwölfte aber noch zurück. Als Neunte verpasste die Tirolerin am Samstag ihr bestes Hochfilzen-Ergebnis nur knapp. Erstmals Weltcup-Punkte gab es für Anna Gandler mit Platz 30. Den Sieg sicherte sich zum zweiten Mal in dieser Saison die Französin Julia Simon, die ihre Gesamtführung ausbaute.

Die im Sprint schwer geschlagenen ÖSV-Männer landeten in der Staffel mit der besten Schießleistung des Feldes von nur vier Nachladern auf Platz sechs. Ihr Rückstand auf die Podestplätze betrug nach Problemen in der Loipe satte zwei Minuten. Abgeschlossen werden die Bewerbe im Pillerseetal am Sonntag mit der Staffel der Frauen und dem Verfolgungsrennen für Simon Eder und Co.

Hauser ärgerte sich über das abschließende Stehendschießen, bei dem ihr die Fehler zwei und drei unterliefen. "Das war so ein große Chance, aber ich habe es vergeben, das tut schon ein bisschen weh. Das Ziel nach vorne zu kommen, habe ich geschafft, deshalb kann ich recht zufrieden sein, aber weil die Chance aufs Podium da war, ist man schon ein bisschen traurig" bedauerte Hauser nach ihrem zweitbesten Hochfilzen-Ergebnis hinter Rang acht 2020 im Massenstart.

Die Sprint-Siegerin von Kontiolahti gab an, bei schwierigen Verhältnisse mit leichtem Schneefall sehr gutes Skimaterial gehabt zu haben. "Umso schader ist es, dass ich am Schießstand vor allem die letzte Serie ein bisschen verhaut habe."

Gandler lief vor vollen Tribünen mit 8.500 Fans in ihrem erst zweiten Weltcup-Rennen mit zwei Strafrunden in die Punkteränge. "Das Ziel, Punkte zu holen, habe ich erreicht. Die zwei Fehler sind ok, weil ich schon nervös war. Ich habe mich läuferisch gut gefühlt, es war ein richtig geiles Rennen", freute sich die 21-jährige Tochter von Ex-Langläufer und -ÖSV-Funktionär Markus Gandler. Auch Julia Schwaiger (39.) kam noch knapp in die Punkteränge. Dunja Zdouc (51.) gelang das nicht.

Die Französin Simon stürmte von Platz drei aus nach einer Strafrunde deutlich vor der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold zu ihrem sechsten Weltcup-Erfolg. Dritte wurde die Tschechin Marketa Davidova. Die deutsche Sprintsiegerin Denise Herrmann-Wick fiel auf Rang fünf zurück. Die im Sprint sensationell auf Rang fünf gelaufene Ex-Langläuferin Anamarija Lampic (SLO) verzichtete kurzfristig auf den Start.

Der Sieg in der Männerstaffel ging an Topfavorit Norwegen mit dem aktuellen Dominator Johannes Thingnes Bö vor Schweden und Deutschland. Die beim Saisonauftakt noch viertplatzierten Österreicher kamen trotz der starken Schießleistung bei verschärften Bedingungen mit dichtem Schneefall nicht in Podestplatznähe. Denn in der Loipe lief es für das Gros des Teams nicht nach Wunsch, der ohnehin mit Formproblemen kämpfende Felix Leitner hatte mit einem Sturz auch noch Pech.

Startläufer und Geburtstagskind David Komatz übergab ohne Fehlschuss als Dritter an Eder, der Leitner nach einem Nachlader als Fünfter mit bereits deutlichem Rückstand auf die Führenden ins Rennen schickte. Leitner (1 Nachlader) büßte durch einen frühen Sturz und anschließende Probleme nach einem Stockwechsel dann endgültig den Anschluss an die Spitzenplätze ein. Der Tiroler haderte mit dem Sturzmissgeschick, gestand aber auch seine aktuelle Laufschwäche ein. "Auf der Loipe fühle ich mich so unwohl wie lange nicht mehr", klagte Leitner, auf die Ursachen wollte er jedoch nicht eingehen.

Schlussmann Lemmerer (2) kämpfte mit einer Nachladehemmung, machte schließlich aber noch eine Position gut. "Unter diesen Umständen kann man zufrieden sein", bilanzierte er nach dem turbulenten Heimrennen. ÖSV-Cheftrainer Vegard Bitnes ging es ebenso. "Ich bin zufrieden, sie haben herausgeholt, was sie konnten", sagte der Norweger und sprach sogar von einem sehr guten Tag der Mannschaft. Die bei dem einen oder anderen vorhandenen Probleme müsse man natürlich in den Griff bekommen, ergänzte er.

Quelle: Agenturen