APA - Austria Presse Agentur

Austria Wien verhandelt mit "Austro-Gruppe" über Einstieg

29. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Fußball-Bundesligist Austria Wien einigte sich am Montagabend "final" auf jene Investorengruppe, mit der man nun über einen Einstieg verhandeln möchte. Es sei dies die "mehrheitlich österreichische" Gruppe von "Viola Investment GmbH".

Der Weg der Wiener Austria aus ihrer finanziellen Schieflage ist einen Schritt konkreter geworden. "Mit der 'Viola Investment GmbH' werden nun die Detailverhandlungen gestartet, um möglichst bald die erforderlichen Verträge zu unterzeichnen", hieß es. "Es war immer unser Ziel, die für die Austria sportlich und wirtschaftlich beste Lösung zu finden und bis spätestens Ende November zu einem Ergebnis zu kommen", wurde AG-Vorstand Gehard Krisch zitiert. "Jetzt gilt es letzte Detailverhandlungen abzuschließen und den Vertrag zeitnah zu unterfertigen."

Investorengruppe um Jürgen Werner 

Der "mehrheitlich österreichischen" Investorengruppe sollen Ex-LASK Präsident Jürgen Werner und Teile des aktuellen Präsidiums angehören. Präsident Frank Hentschel und seine Vize-Präsidenten Raimund Harreither und Karl Pisec steuern Geld aus eigener Tasche bei.

Wie "Der Standard" berichtet, sollen noch zwei weitere Unternehmen in der engeren Auswahl gewesen sein: Einerseits der Unternehmer Utz Claassen, Kurzzeitpräsident von Hannover 96 und ehemaliger Besitzer von Real Mallorca. Als dritter Interessent galt die portugiesische Bravo Group von Ivan Bravo, dem Chef der Aspire Academy in Katar und Ex-"Strategiedirektor" von Real Madrid. Letztere wurden schon vor der gescheiterten Partnerschaft mit Insignia mit der Austria in Verbindung gebracht. 

Investorengruppe soll elf Millionen Euro bringen 

Am Dienstag wollte die Bundesliga die Finanzkennzahlen der einzelnen Clubs veröffentlichen. Und wird das ohne aktuelle Daten der Austria tun. Unabhängig davon ist die Austria seit Oktober den für die kommende Lizenzvergabe maßgeblichen Jahresabschluss samt Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers säumig. Je länger die Liga im Unklaren gelassen wird, desto drakonischer könnte die Sanktion im Lizenzentscheid für die kommende Saison ausfallen, ist aus Bundesligakreisen zu vernehmen.

Die Unterlagen werde man nachreichen, sobald die Investorensache abgeschlossen ist, hatte Krisch am Sonntag versprochen. Drängend bleibt die Insolvenzfrage, denn bis zur finalen Abgabe der Lizenzunterlagen Anfang März müsste ein allfälliger "Corona"-Sanierungsplan gerichtlich abgesegnet sein. Wie der "Kurier" berichtet, soll die Investorengruppe Anteile, um rund elf Millionen Euro erwerben und dem Verein damit die nötige Sicherheit in Sachen Lizenz geben. In den kommenden Tagen sollte die Austria der Bundesliga ein Testat vorlegen. Es bleibt also spannend, was die finanzielle Zukunft der Veilchen betrifft. 

Quelle: Agenturen