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Australischer Sportminister kontert Kritik von Djokovic-Vater

02. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Vor wenigen Tagen sorgte Srdjan Djokovic, der Vater von Novak Djokovic, für Aufregung, als er der australischen Regierung "Erpressung" vorwarf, weil für die Einreise nach "Down Under" ausnahmslos eine Corona-Impfung vorgeschrieben ist. Der australische Sportminister meldet sich nun zu Wort und kontert die Kritik.

Der serbische Weltranglisten-Erste, Novak Djokovic hält sich weiterhin über seinen Impfstatus bedeckt. Seine bisherigen Aussagen lassen allerdings die Vermutung zu, dass er die Impfung ablehnt. Dann könnte Djokovic nach aktuellem Stand allerdings auch nicht bei den im Jänner stattfindenden Australian Open antreten.

Der Sportminister des australischen Bundesstaates Victoria, Martin Pakula, verteidigt die Vorgangsweise seines Landes: "Es geht nicht um Erpressung, sondern darum, die Gemeinschaft zu schützen und sich an die vorgeschriebenen Normen zu halten. Ich möchte klarstellen, dass ich es begrüßen würde, wenn Djokovic antreten würde, aber wenn er sich entscheidet, nicht anzutreten, weil er sich nicht impfen lassen will, ist das seine alleinige Verantwortung."

Pakula appelliert dementsprechend an alle Athleten: "Als internationaler Tennisspieler und Spitzensportler muss man sich an die für alle geltenden Regeln halten und die Gemeinschaft, die einen aufnimmt, respektieren. Deshalb bitten wir die Spieler, sich an die gleichen Regeln zu halten wie die Bevölkerung von Victoria."

Über 80 Prozent der Top-100-Spieler geimpft

Für die meisten Spieler ist die Impfpflicht in Down Under auch kein Problem. Wie Herwig Straka, Mitglied des ATP-Tour-Boards, in dieser Woche im LAOLA1-Interview verriet, sind bereits über 80 Prozent der Top-100-Spieler geimpft - Tendenz steigend.

Im Ski-Weltcup gab es kürzlich einen ähnlichen Fall, der an die Djokovic-Diskussion erinnert. Die Österreicherin Franziska Gritsch ist ebenfalls ungeimpft und durfte deshalb nicht an den Weltcup-Rennen im kanadischen Lake Louise teilnehmen.

Es ist also zu bezweiflen, dass Djokovic in Melbourne eine Ausnahme-Genehmigung erhalten wird.

Quelle: Redaktion / Laola1.at