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83. Weltcupsieg: Shiffrin erfolgreichste Skifahrerin aller Zeiten

Mikaela Shiffrin hat am Dienstag den ersten von zwei Weltcup-Riesentorläufen in Kronplatz gewonnen und ist mit 83 Weltcuperfolgen nun die alleinige Beste.

Es ist geschafft! Beim Riesentorlauf auf dem Kronplatz in Südtirol feiert Mikaela Shiffrin ihren 83. Weltcupsieg. Somit hat sie Landsfrau Lindsey Vonn (82) überholt und ist nun alleinige Rekordhalterin im Frauen-Skizirkus. 

Ski-Weltcuprennen gibt es in dieser Saison noch genug, um weitere dreimal zu gewinnen und zu "König" Ingemar Stenmark auf den Thron zu steigen bzw. bei noch vier Triumphen die Krone von ihm zu übernehmen. Ein objektiver Vergleich zwischen Frauen und Männer, noch dazu zu verschiedenen Zeiten, fällt allerdings schwer. Pikanterweise liegen die beiden Legenden selbst in Zahlen aktuell auf Augenhöhe. Shiffrin hält bei 238 Weltcup-Starts, Stenmark hatte laut FIS-Angaben 230. Shiffrin stand 131-mal auf dem Podest, Stenmark 155-mal.

Stenmark-Rekord ist vor Shiffrin nicht sicher

Im Vergleich zum Technik-Spezialisten Stenmark ist Shiffrin skifahrerisch wohl breiter aufgestellt. Zwar gelangen 51 ihrer 83 Siege im Slalom und 18 im Riesentorlauf. Doch Shiffrin ist eine Alleskönnerin. Je fünfmal gewann sie im Super-G bzw. bei Parallel-Events, dreimal in der Abfahrt und einmal in der Kombination, obwohl sie das Training in den Speed-Disziplinen nicht allzu sehr forciert.

Selbst die unwirkliche 100-Siege-Marke scheint angesichts ihres Alters von nur 27 Jahren möglich. Tatsächlich wirkt Shiffrin als Person gefestigter, ihr Slalom-Schwung sicherer denn je. Seit zehn Jahren gewinnt sie im Weltcup, wie Shiffrin-Manager Kilian Albrecht zuletzt erinnerte. "Für die meisten ist es nicht möglich, in einer einzigen Disziplin zehn Jahre erfolgreich zu sein. Mikaela schafft das vom Slalom bis zur Abfahrt. Es ist unfassbar."

Scheib beste Österreicherin in Kronplatz

Zweite wurde die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,45), Dritte die Italienerin Federica Brignone (+1,43). Beste Österreicherin war Julia Scheib als Zwölfte (+2,85). "Es war wichtig, dass ich das Ergebnis von Kranjska Gora bestätigen konnte. Im zweiten Lauf war ich nicht zufrieden, das Ergebnis ist okay, ich möchte morgen auf alle Fälle mehr", sagte Scheib im Interview. Sieben Österreicherinnen hatten es in den zweiten Durchgang geschafft. Für Elisabeth Kappaurer ging es von 14 auf 15 (+3,03) und Elisa Mörzinger von 15 auf 19 (+3,60). Ricarda Haaser wurde 20., Franziska Gritsch 21. und Ramona Siebenhofer 23. Stephanie Brunner schied als Halbzeit-19. im Finale aus.

Kappaurer befand, dass "große Schritte vorwärts gehen", noch traue sie sich nicht alles zu. "Ich habe nicht ganz das Vertrauen, es so richtig durchzuziehen", sagte auch Haaser. Gritsch war ziemlich "heiß", ihr sei es nicht gelungen, umzusetzen, was sie sich vorgenommen habe. Zu den großen Verliererinnen zählten Katharina Truppe und Katharina Liensberger, die als 31. und 32. am Finale vorbeigefahren waren. Liensberger ist nach dem am Vortag erfolgten Abgang ihres Coaches Livio Magoni nun wieder komplett in Österreichs Technikteam unter der Leitung von Gruppentrainer Georg Harzl integriert.

ribbon Zusammenfassung
  • Mikaela Shiffrin hat am Dienstag den ersten von zwei Weltcup-Riesentorläufen in Kronplatz gewonnen und ist mit 83 Weltcuperfolgen nun die alleinige Beste.
  • Bisher teilte sie sich diese Lorbeeren mit ihrer Landsfrau Lindsey Vonn.