esc

Ski alpin: Rund 50.000 Gäste in Schladming erwartet

23. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

Nach zwei coronabedingt mageren Jahren mit kaum Zuschauerinnen und Zuschauern am Zielhang der Planai in Schladming werden beim Nightrace am Dienstag nun wieder rund 40.000 Fans erwartet.

27.500 Tickets wurden aufgelegt, weitere etwa 13.000 Gäste werden in der Weltcupmeile im Herzen der Ski-Metropole erwartet, hieß es im Vorfeld seitens der Landespolizeidirektion Steiermark. Beim ersten Nacht-Riesentorlauf der Männer am Mittwoch dürften wohl um die 10.000 Fans kommen.

Polizisten aus ganz Steiermark sorgen für Sicherheit

Der Nacht-Slalom in Schladming zählt seit Jahrzehnten zu den Klassikern im Ski-Weltcup. Große Überraschungen sind diesmal daher nicht zu erwarten: "Aufgrund langjähriger Erfahrungen und den erwarteten Besucherzahlen beurteilen wir gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Liezen die sicherheitspolizeiliche Lage", schilderte der Liezener Bezirkspolizeikommandant Siegmund Schnabl. Der Einsatz kann nicht mit bezirkseigenen Kräften bewältigt werden. Daher werden Polizistinnen und Polizisten aus der gesamten Steiermark, aber auch Sonderkräfte aus anderen Bundesländern, wie zum Beispiel der Entschärfungsdienst, vor Ort sein.

Besonders die Regelung der An- und Abreise der Fans ist stets eine der aufwendigsten Aufgaben. Tausende Pkw und einige hundert Busse werden erwartet. Parkplätze seien aber ausreichend vorhanden. Dennoch wird vor allem auf der Ennstal Bundesstraße (B320) mit Stau gerechnet. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird von der Exekutive empfohlen. Neben den uniformierten Beamtinnen und Beamten werden im Hintergrund und verdeckt auch weitere Polizisten im Einsatz sein: "Die Bevölkerung nimmt diese Kolleginnen und Kollegen oft nicht wahr", sagte Schnabl.

Hauptaugenmerk auf Alkohol

Die Einsatzkräfte werden am Dienstag und am Mittwoch besonders auf Alkohol im Straßenverkehr, Jugendschutz und die verbotene Verwendung von Pyrotechnik achten, kündigte der Einsatzleiter an. "Naturgemäß wird viel Alkohol in einem sehr kurzen Zeitraum konsumiert. Damit verbunden rechnen wir an beiden Renntagen mit Verletzungen und einigen kleineren Auseinandersetzungen." Die Uniformierten würden bei solchen Einsätzen viel Fingerspitzengefühl benötigen. "Ich möchte bewusst auch an die Eigenverantwortung der Besucher appellieren. Viele Probleme können durch Vernunft und im miteinander geführten Dialog bereits im Vorhinein verhindert werden", so Schnabl.

Viele Promis und Politiker erwartet

Spezialkräfte werden am Dienstag auch für die Sicherheit von US-Botschafterin Victoria Kennedy sorgen, die sich zusammen mit dem steirischen LH Christopher Drexler (ÖVP) das Nightrace ansehen wird. Weitere Gäste aus der Politik werden unter anderem Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP) sein. Zur weiteren angekündigten Prominenz zählen Toni Polster, Andreas Goldberger, Matthias Walkner, Thomas Morgenstern, Roman Mählich, Hans Knauß, Peter Schröcksnadel, Annemarie Moser-Pröll, Renate Götschl und andere. Manche von ihnen werden bereits Montagabend am traditionellen Charity Race für den steirischen Ski-Nachwuchs teilnehmen.

Nacht-Slalom sorgt für Tourismus-Hype

Der Nacht-Slalom, der zum 26. Mal ausgetragen wird, ist für Schladming und das gesamte Ennstal zu einem Kassenschlager geworden: "Der Wert des Nightrace ist für unsere Region wirklich außerordentlich hoch", so Mathias Schattleitner, Geschäftsführer im Tourismusverband Schladming-Dachstein. "Neben den direkt mit dem Rennen verbundenen Umsätzen wie Nächtigungen und Tickets kommt noch eine sehr hohe Umwegrentabilität hinzu. So profitieren neben dem Tourismus auch viele weitere Branchen, immerhin gibt jeder Nightrace-Gast im Schnitt über 250 Euro während seines Aufenthaltes im Rahmen des Rennens aus. Und heuer wirken sich diese Effekte durch das zusätzliche Rennen am Mittwoch noch deutlicher aus", rechnete Schattleitner vor.

Allein der Slalom habe in den vergangenen Jahren mehr als 20 Mio. Euro Umsatz in die Region gespült. Zur direkten Wertschöpfung komme auch noch der Werbeeffekt hinzu.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo