APA - Austria Presse Agentur

2:3 gegen Israel Rückschlag für ÖVV-Männer in EM-Quali

15. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Österreichs Männer-Volleyball-Nationalteam hat beim EM-Qualifikationsturnier in Chadera einen großen Rückschlag hinnehmen müssen. Statt einen Pflichtsieg einzufahren, verlor die ÖVV-Auswahl am Freitag das zweite Duell mit Israel mit 2:3 (-21,20,-25,20,-11). Dem Gastgeber gelang die Revanche für das 0:3 im ersten Aufeinandertreffen am Dienstag. Die Österreicher gingen nach dem 1:3 gegen Pool-B-Favorit Bulgarien zum zweiten Mal in Folge als Verlierer vom Platz.

"Eine sehr bittere Niederlage. Das Team hat nicht mehr so konstant spielen können wie in den ersten beiden Partien", resümierte ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath-Zobernig. Und ÖVV-Präsident Gernot Leitner ergänzte: "Israel hatte nichts mehr zu verlieren. Unsere Mannschaft hat zu verkrampft begonnen und das nie ablegen können." Nach einer enttäuschenden Vorstellung im ersten Satz konnte man postwendend zurückschlagen, im dritten Satz waren aber drei abgewehrte Satzbälle zu wenig, um in Führung zu gehen. Nach dem gewonnenen vierten Durchgang konnte man den Schwung nicht mitnehmen.

33 Punkte von Topscorer Alexander Berger und 26 Zähler von Niklas Kronthaler änderten nichts an der Niederlage. "Insgesamt waren das zu viele Fehler. Wir haben auch die leichten Bälle nicht für uns entschieden", ärgerte sich Teamchef Radovan Gacic.

Österreich hält nach drei Partien bei vier Punkten, auf die Bulgaren fehlen zwei Zähler, die Israeli sind mit zwei Punkten Schlusslicht. Zum Abschluss geht es für Kapitän Peter Wohlfahrtstätter und Co. am Samstag (20.00 Uhr) neuerlich gegen die am Sonntag noch gegen Israel spielenden Bulgaren. Da ist für die Österreicher ein Sieg Pflicht, um die Chance auf ein EM-Ticket zu wahren.

Der Gruppensieger sichert sich einen Platz bei der Endrunde im Spätsommer in Polen, Tschechien, Estland und Finnland. Daneben kommen auch die fünf besten Zweiten weiter, Gewissheit darüber hat man aber erst nach Ende der Qualifikationsphase im Mai. Vier Punkte werden realistischerweise zu wenig sein. "Jetzt hoffe ich, dass der Teamchef die Burschen für Bulgarien aufrichten kann, dass wir dann lockerer spielen und Punkte holen", verlautete Leitner.

Die Spieler haben das EM-Ticket noch nicht abgeschrieben. "Wir haben am Mittwoch gesehen, dass wir mit Bulgarien mitspielen können. Jetzt müssen wir Wiedergutmachung betreiben", forderte Kronthaler. Dass es dafür einer großen Steigerung bedarf, sei klar. Auch Gacic ist sich dessen bewusst: "Wir müssen morgen alles probieren, bis zum letzten Punkt."

Quelle: Agenturen