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Zwölf pro-iranische Kämpfer bei Angriffen in Syrien getötet

07. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Bei Luftangriffen im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht auf Sonntag mindestens zwölf pro-iranische Kämpfer getötet worden. Wie die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mitteilte, ereigneten sich die acht Luftangriffe am Samstag kurz vor Mitternacht in der Provinz Deir ez-Zor (Essor).

Bei Luftangriffen im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht auf Sonntag mindestens zwölf pro-iranische Kämpfer getötet worden. Wie die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mitteilte, ereigneten sich die acht Luftangriffe am Samstag kurz vor Mitternacht in der Provinz Deir ez-Zor (Essor).

Bei den getöteten Kämpfern handelte es sich demnach um Iraker und Afghanen. Die Beobachtungsstelle konnte nach eigenen Angaben nicht feststellen, von wem die Luftangriffe ausgingen. Der Leiter der Organisation, Rami Abdul Rahman, sagte der Nachrichtenagentur AFP jedoch, dass mutmaßlich die israelische Armee für die Angriffe verantwortlich sei.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort, ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Israel bestätigt nur selten Militäreinsätze in Syrien. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat die israelische Armee schon hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre iranischen Verbündeten geflogen, viele davon in Deir ez-Zor. Der Iran steht in dem Konflikt an der Seite von Machthaber Bashar al-Assad und wird in Syrien auch von irakischen Milizen unterstützt.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle erfolgten die Luftangriffe vom Samstagabend kurz nachdem afghanische Kräfte Verstärkung in eine iranische Militärbasis nahe der Stadt Al-Majadin gebracht hatten.

Quelle: Agenturen