Zimmer zur OÖ-Wahl: MFG "überrascht" im Social-Media-Wahlkampf

22. Sept. 2021 · Lesedauer 2 min

Eine Datenerhebung von "BuzzValue" zeigt, dass die FPÖ im Wahlkampf auch bei der oberösterreichischen Landtagswahl auf die sozialen Medien setzt. Im virtuellen Wahlkampf überrascht vor allem die kleine Partei MFG, sagt "BuzzValue"-Geschäftsführer Markus Zimmer.

"Nicht verwunderlich" ist für "BuzzValue"-Geschäftsführer Markus Zimmer, dass die FPÖ in ihrem Wahlkampf - auch bei den Landtagswahlen - auf die sozialen Medien setzt. Dabei sei der Wahlkampf über den sozialen Netzwerken "ein wichtiger Faktor".

Die FPÖ mit Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner mobilisiert online am stärksten. Das zeigt auch die Datenerhebung von "BuzzValue". Dabei stellen die 143.050 Fans der FPÖ nicht zwingend eine Wählerstimme dar, erklärt Zimmer im Interview.

"Überraschend" sei in dieser Erhebung, dass die Partei MFG mit Joachim Aigner, auf Platz zwei der Social-Media-Fans kommt, so der "BuzzValue"-Geschäftsführer. Die Daten zeigen laut Zimmer, dass die sozialen Medien ein "gutes Werkzeug" für kleinere Parteien darstellen. Man könne in kürzester Zeit, mit geringem Budget und geringerer Fanbase sich "klar positionieren". Im Fall der MFG habe man vor allem durch die Interaktion mit Impfgegnern auf sich aufmerksam machen können.

Auch die FPÖ sorgte online mit den Themen Corona und Afghanistan für Aufregung. 76,6 Prozent der FPÖ-Anhänger reagierte wütend auf Facebook-Inhalte der Partei. Im Vergleich dazu reagierten bei den anderen Parteien nur zehn bis 20 Prozent verärgert.

Im Vergleich dazu steht z.B. der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer, der einen "eher ruhigen und konservativen Wahlkampf in den sozialen Medien führt". Die Datenerhebung zeigt, dass die ÖVP auch im Endspurt nicht mehr Budget für diese Art des Wahlkamps in die Hand genommen hat. Besonders viel habe hier die SPÖ noch ausgegeben.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea