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Zentralafrika: UNO untersucht Kriegsgräuel der Wagner Gruppe

Die UNO-Mission in der Zentralafrikanischen Republik untersucht Berichte über die Tötung von Zivilisten, die Regierungssoldaten und russischen Söldnern zugeschrieben werden.

Die UNO-Mission MINUSCA habe die Untersuchung eines Angriffs von Regierungstruppen "und ihrer Verbündeten" auf zwei Dörfer eingeleitet, sagte MINUSCA-Sprecher Charles Bambara am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Angriff auf die Dörfer Gordil und Ndah, mehr als 1.000 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangui, fand demnach am 11. und 12. April statt. Sicherheitskreisen und humanitären Organisationen zufolge wurden dabei zwischen zehn und fünfzehn Zivilisten getötet.

Neun Jahre Bürgerkrieg

Die Zentralafrikanische Republik ist nach UNO-Angaben eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. In Folge eines Putsches im Jahr 2013 war dort ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Der Konflikt dauert bis heute an, hat sich in den vergangenen drei Jahren aber abgeschwächt. Allerdings hat die Regierung noch immer weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. An der Seite der Regierungstruppen kämpfen hunderte russische Söldner der Gruppe Wagner.

Die Gruppe Wagner wird von Experten als Russlands "Schattenarmee" bezeichnet und auch mit Einsätzen in Konfliktstaaten wie Syrien, Libyen und neuerdings der Ukraine in Verbindung gebracht. Die UNO-Mission MINUSCA umfasst rund 14.000 Soldaten. Sie ist seit 2014 im Land.

ribbon Zusammenfassung
  • Die UNO-Mission in der Zentralafrikanischen Republik untersucht Berichte über die Tötung von Zivilisten, die Regierungssoldaten und russischen Söldnern zugeschrieben werden.
  • Die UNO-Mission MINUSCA habe die Untersuchung eines Angriffs von Regierungstruppen "und ihrer Verbündeten" auf zwei Dörfer eingeleitet, sagte MINUSCA-Sprecher Charles Bambara am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.
  • Der Angriff auf die Dörfer Gordil und Ndah, mehr als 1.000 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangui, fand demnach am 11. und 12. April statt.
  • Sicherheitskreisen und humanitären Organisationen zufolge wurden dabei zwischen zehn und fünfzehn Zivilisten getötet.