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Xi an Biden: "Gemeinsam für Frieden einsetzen"

18. März 2022 · Lesedauer 2 min

Chinas Präsident Xi Jinping hat im Gespräch mit seinem US-Kollegen Joe Biden chinesischen Staatsmedien zufolge erklärt, dass niemand Interesse an Konflikten wie in der Ukraine haben könne.

"So etwas wie die Ukraine-Krise wollen wir nicht sehen", wurde Xi zitiert. Die USA und China sollten ihre internationale Verantwortung akzeptieren und sich für den Frieden in der Welt einsetzen.

Als ständige Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats und wichtigste Volkswirtschaften der Welt sollten beide Staaten auch "internationale Verantwortung übernehmen und Anstrengungen für Frieden und Ruhe in der Welt unternehmen", hieß es in einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV.

Gespräche haben Priorität

Oberste Priorität müssten die Fortsetzung von Gesprächen und die Vermeidung einer humanitären Katastrophe haben, sagte Xi. Von US-amerikanischer Seite gab es zunächst keine Angaben zum Verlauf des Telefonats. Die US-Regierung teilte lediglich mit, das Video-Gespräch habe knapp zwei Stunden gedauert.

Xi sagte nach dem Bericht, dass die NATO mit Russland Gespräche aufnehmen sollte, um die hinter dem Krieg liegenden Konflikte zu lösen. Der chinesische Präsident zeigte sich zudem zu humanitärer Hilfe bereit.

Vor den Telefonat hatten die USA China mit Konsequenzen im Falle militärischer Hilfen für Russland gedroht. Biden werde deutlich machen, dass China die Verantwortung für alle Maßnahmen tragen werde, die die russischen Aggression unterstützten, hatte Außenminister Antony Blinken am Donnerstag gesagt. Die USA würden nicht zögern, China gegebenenfalls Kosten aufzuerlegen. China stehe in der Verantwortung, seinen Einfluss auf Putin geltend zu machen und die Einhaltung internationaler Regeln einzufordern.

Quelle: Agenturen