APA/ROLAND SCHLAGER

Sobotka wütet auf Insta gegen Schmid - will klagen

19. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Vorwürfe von Thomas Schmid gegen ihn, Wolfgang Sobotka, seien haltlos, beteuert der Nationalratspräsident auf Facebook und Instagram. Schmid schwärze andere nur an, um seine Haut zu retten. Sobotka will Schmid nun klagen.

Die Opposition fordert nach der Aussage von Thomas Schmid vor der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den Rücktritt von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP). 

Sobotka soll wegen Steuerprüfungen bei Schmid interveniert haben, der Nationalrat wird deshalb in den kommenden Tagen offenbar eine Sondersitzung einberufen, wie PULS 24 erfuhr.

Nun erklärte Sobotka dem "Kurier", dass er Schmid "rechtlich belangen" wolle.

Rücktritt wegen sieben Zeilen inakzeptabel

Der Aussage Schmids widerspricht der ÖVP-Politiker vehement: "Ich habe mit Herrn Schmid nie über solche Sachen gesprochen. Das ist alles rein aus der Luft gegriffen." Sobotka erklärte dem "Kurier" weiter: "Wir haben nie eine Anfrage wegen einer Steuerprüfung gehabt."

Dass er wegen dieser sieben Zeilen von der Opposition gleich zum Rücktritt aufgefordert werde, "das kann ich so nicht akzeptieren". Ihn störe ungemein, dass derzeit bereits so getan werde, als ob alles, was Schmid zu Protokoll gegeben hat, auch wahr wäre.

Auf Facebook und sogar Instagram greift Sobotka Thomas Schmid direkt an. Dieser bemühe sich seit Monaten "krampfhaft" um den Kronzeugenstatus. Ihm sei "jedes Mittel recht, um mildernde Umstände bei der Strafbemessung zu erreichen". Das sei der Grund warum Schmid politische Entscheidungsträger anschwärze. Sobotka unterstellt dem Ex-Kurz-Vertrauten "maximale mediale Aufmerksamkeit" generieren zu wollen. 

Wie schon am Dienstagabend in "Pro und Contra" auf PULS 24 ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker, verwies auch Sobotka auf Facebook darauf, dass Schmid zwar der WKStA Rede und Antwort stehen konnte, sich jedoch nicht "im Untersuchungsausschuss unter Wahrheitspflicht den Fragen der Abgeordneten" gestellt habe. "Dieses Bild ist selbstredend und zeigt deutlich, worum es in Wahrheit geht", so Sobotka. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam