Mückstein: "Ganz schlecht, dass die Regierung nicht mit einer Stimme gesprochen hat"

20. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Im ersten TV-Interview nach der Lockdown-Entscheidung spricht Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) über den Lockdown, die Impfpflicht und die Uneinigkeit mit dem Koalitionspartner.

"Es gibt kein Bundesland, das keine steigenden Zahlen hat", sagt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) im ersten TV-Interview nach der Lockdown-Entscheidung. Das Ziel sei es nun die Intensivstationen zu entlasten und die Durchimpfungsrate zu steigern. Es laut Mückstein "plausibel, dass nach drei Wochen Lockdown" die medizinische Versorgung in Österreich wieder gesichert sei.

Regierungs-Uneinigkeit sei "ganz schlecht" gewesen

"Wir sitzen alle gemeinsam in einem Boot", erklärt der Minister im PULS 24 Interview. Er habe daher sowohl mit dem Koalitionspartner als auch mit den Intensivkoordinatoren der Länder "seit mehreren Wochen" Gespräche geführt. Man sei sich politisch einig gewesen, dass "wir jetzt eine Perspektive zeichnen müssen". Dennoch sei die Kommunikation nicht so gewesen, "wie ich es mir gewünscht hätte", sagt Mückstein. Es sei "ganz schlecht, dass die Regierung nicht mit einer Stimme gesprochen hat", erklärt er weiter. Mückstein spricht hier die Maßnahmen-Debatte mit Bundeskanzler Alexander Schallenberg und einigen ÖVP-Ministern an.

Impfung sei Teil der Problemlösung

Wesentlich sei es nun den Lockdown zur Erhöhung der Durchimpfungsrate zu nutzen. Man könne bereits "erste Erfolge" sehen, da die Impfrate ähnlich hoch sei, wie im Juni, meint der Gesundheitsminister. Denn klar sei, dass "der Weg, wie wir hier herauskommen, die Impfung ist", sagt Mückstein.

Auf die Strafen der Impfpflicht angesprochen, die ab Februar in Kraft gilt, gibt Mückstein allerdings keine klare Antwort. Es soll zu Verwaltungsstrafen und keinen Arbeitsverboten kommen, sagt der Minister auf die Frage.

Das ganze Interview gibt es auch als Podcast zum Nachhören:

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea