APA - Austria Presse Agentur

Wiener Lokalverbot für Ungeimpfte könnte im September kommen

17. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Spätestens im September soll der Bund über neue, strengere Corona-Maßnahmen entscheiden. Bis dahin will sich Wien mit seinem Lokalverbot für Ungeimpfte gedulden.

Wien wartet ab. Wie ein Sprecher des zuständigen Stadtrates Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag sagte, werde man nach der Entscheidung des Bundes, die im September ansteht, mit Experten sprechen und dann über strengere Regeln entscheiden. Hacker hatte zuletzt gefordert, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen nur noch vollständig geimpften Personen vorzubehalten.

Bis Ende August gilt laut "Öffnungsverordnung" für Gastronomie und Freizeiteinrichtungen die "3G-Regel". In Lokale darf nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Mehrere Bundesländer haben sich dafür ausgesprochen, zumindest in der Nachgastronomie - also etwa Diskotheken - nur noch vollständig Geimpfte einzulassen. Wien will das auch für Restaurants und verweist auf entsprechende Bitten aus der Branche.

Impfpflicht in Steiermark kein Thema

Die Steiermark hatte sich zuletzt ebenfalls für die Verschärfung der Zugangsbeschränkungen in der Nachtgastronomie sowie für Freizeit- und Kulturveranstaltungen ausgesprochen. Eine Impfpflicht für die gesamte Gastronomie sei bisher aber kein Thema, hieß es aus dem Büro von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP).

Nicht kommentieren wollte den Wiener Vorstoß die für Tourismus zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Ihr Sprecher verwies auf die derzeit laufenden Gespräche über die neue Öffnungsverordnung. Dort spiele die Gastronomie ebenso eine Rolle wie der Tourismus als Ganzes.

FPÖ strikt dagegen 

Klar gegen weitere Verschärfungen plädierte trotz der wieder ansteigenden Infektionszahlen die FPÖ. Der Wiener Landesparteichef Dominik Nepp sprach von "Einsperrphantasien" und meinte, "dass auch Menschen, die sich nicht impfen lassen, das Recht auf Teilnahme am gesellschaftlichen Leben haben".

Quelle: Agenturen