APA - Austria Presse Agentur

Wien entscheidet über Corona-Lockdown

27. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig berät sich mit Experten zur Corona-Situation in der Hauptstadt. Entschieden wird, wie es nach dem 2.Mai weitergehen wird. Abhängig ist diese Entscheidung von der Lage in den Intensivstationen. Zuletzt ist die Zahl der Intensivpatienten um 15 Prozent zurückgegangen.

In Wien entscheidet sich am Dienstag, ob der aktuell geltende strenge Lockdown am 2. Mai beendet oder doch fortgesetzt wird. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wird sich am Vormittag mit Fachleuten aus dem Gesundheitsbereich beraten und anschließend das weitere Vorgehen verkünden. Der Stadtchef hat zuletzt nicht ausgeschlossen, dass die Maßnahmen verlängert werden könnten, wenn die Situation in den Spitälern dies erfordere.

Wien berät über Corona-Maßnahmen

 Bürgermeister Michael Ludwig  wird sich am Vormittag mit Fachleuten aus dem Gesundheitsbereich beraten und anschließend das weitere Vorgehen verkünden.

"Maßnahmen scheinen zu greifen"

In ganz Wien gab es am Montag laut Gesundheitsministerium 183 Intensivpatienten. Das waren zwölf weniger als am Sonntag. In den vergangenen sieben Tagen ist die Zahl der Intensivpatienten in der Bundeshauptstadt um 32, knapp 15 Prozent, zurückgegangen. Es sei ein "spürbarer Abwärtstrend" zu verzeichnen, hieß es im städtischen Spitalsträger. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren fast 250 Corona-Intensivbetten belegt. "Es scheinen die Maßnahmen zu greifen", verwies der Sprecher auf die derzeitigen strengen Corona-Beschränkungen in Wien. Die Stabilisierung der Situation erfolge zwar auf hohem Niveau, aber der Trend scheine sich zu verfestigen.

Schrittweise Öffnungen wahrscheinlich

Nachdem seit Montag die Schüler in Wien wieder im Schichtbetrieb zur Schule gehen können, könnte am 2. Mai der harte Lockdown enden. Demnach könnten ab 3.Mai der Handel und körpernahe Dienstleister wieder aufmachen.

Derzeit sind in der Bundeshauptstadt Handel, persönliche Dienstleister oder Museen geschlossen und es gelten restriktive Ausgangsbeschränkungen. Die Regeln wurden zunächst bis zum 2. Mai befristet. Dies wurde gemeinsam mit Niederösterreich beschlossen, wobei dort bereits angekündigt wurde, dass der strenge Lockdown mit Beginn kommender Woche aufgehoben wird.

Pläne für 19.Mai noch nicht fix

Noch nicht entschieden wird bei diesem Treffen, wie die vom Bund avisierten Öffnungsschritte Mitte Mai in Wien umgesetzt werden. Das soll erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Medienberichten zur Folge könnte es sein, dass Wien einen eigenen Weg einschlägt und vorerst die Gastronomie nur im Schanigarten erlaubt. Die Indoor-Gastronomie könnte dann 14 Tage danach, sofern es das Infektionsgeschehen erlaubt, nachziehen. Der Besuch der Oper oder des Theaters könnte ab 19.Mai auch in Wien möglich sein. Hier würde eine durchgängige FFP2-Maskenpflicht gelten.

Kritik an geplanten Öffnungsschritten

Die Ankündigung von Öffnungsschritten im Mai stößt bei Experten und Teilen der Opposition auf Kritik

Quelle: Agenturen