APA - Austria Presse Agentur

Wien bietet sich als Gastgeber für Biden-Putin-Gipfel an

14. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

US-Präsident Joe Biden hat seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin ein Treffen vorgeschlagen. Wien bringt sich als möglicher Gastgeber ins Spiel.

Nachdem US-Präsident Joe Biden seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Dienstag ein Gipfeltreffen vorgeschlagen hat, hat Wien sich als Gastgeber ins Gespräch gebracht. Das berichtet die Nachrichtenagentur "TASS" unter Berufung auf das österreichische Außenministerium.

"Die Entscheidung, ob, wann und wo ein Gipfeltreffen stattfindet, obliegt den beteiligten zwei Seiten. Österreich steht den Teilnehmern von beliebigen Gesprächen auf hohem Niveau stets zur Verfügung", zitierte die staatliche russische Nachrichtenagentur "TASS" am Dienstagabend einen Vertreter des österreichischen Außenministeriums.

Helsinki ebenfalls bereit

Finnlands Außenminister Pekka Haavisto hatte bereits im Februar 2021 dafür geworben, ein etwaiges Gipfelgespräch der Präsidenten von Russland und der USA in Helsinki abzuhalten. Der letzte Gipfel von USA und Russland im Jahr 2018 hatte dort stattgefunden.

Nach seinem Telefonat mit Biden telefonierte Putin am Dienstag auch mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö und erzählte ihm laut dem finnischen Pressestatement unter anderem vom geplanten Treffen mit Biden. Von einer Ortswahl war einstweilen jedoch keine Rede.

Russland war für Österreich

Nach Angaben von Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hatte Russland 2018 Österreich als Ort für das damals geplante erste offizielle Treffen von Trump und Putin präferiert. Nachdem es dafür zunächst auch Unterstützung des damaligen US-Präsidenten gegeben habe, sei diese Idee jedoch schließlich am Widerstand von Spitzenmitarbeitern Trumps gescheitert und Helsinki zum Austragungsort gekürt worden, schrieb Bolton in seinem 2020 veröffentlichten Enthüllungsbuch "The Room Where It Happened: A White House Memoir".

John Bolton im Interview

John Bolton, der ehemalige Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump im PULS 24 Interview über die Rolle von Trump beim Sturm auf das Kapitol.

Quelle: Agenturen