Warum Schützenhöfer für Kogler ein "Schlingel" ist

13. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) diskutierte am Mittwochabend auf PULS 24 mit einem seiner Vorgänger, mit Reinhold Mitterlehner. Dabei bezeichnete Kogler den ehemaligen Landeshauptmann der Steiermark als "Schlingel".

"Das hat er so organisiert, der Kollege Schützenhöfer, der Schlingel", sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) gegen Ende der Diskussion. Worum ging es? Reinhold Mitterlehner führte aus, dass die Machenschaften von Sebastian Kurz und seinem Umfeld, um Mittlerlehner als ÖVP-Parteiobmann abzusetzen "schon ziemlich über das hinausgegangen ist, was man üblicherweise als Intrige bezeichnet in der Politik". Er meinte damit allem voran die Umfragen-Affäre rundum die Meinungsforscherinnen Sophie Karmasin und Sabine Beinschab. 

Werner Kogler führte dann aus, wie der Tag, an dem die Hausdurchsuchungen - ziemlich genau vor einem Jahr - stattfanden, für ihn war. Er beendete ja danach die Zusammenarbeit mit Sebastian Kurz. Ihn habe "vor allem gestört", dass die Umfragen mutmaßlich mit Steuergeld finanziert worden sein sollen. "Mir war klar, was zu tun ist", sagt er. Mit Kurz habe er sich dann "extra getroffen" und sie hätten versucht, das zu besprechen. 

"Ich spiele sicher nicht den Richter"

Auch danach habe man sich noch öfter getroffen: Etwa in der Zeit als Kurz noch im Parlament war, aber auch "bei dem einen oder anderem Anlass", wie Kogler sagte. Etwa bei der Geburtstagsfeier des ehemaligen Landeshauptmannes der Steiermark Hermann Schützenhöfer (ÖVP). Da seien sie "sogar" nebeneinander gesessen: "Das hat er so organisiert der Kollege Schützenhöfer, der Schlingel". Das sei aber "ehrlicherweise total okay" gewesen. Kogler wolle aber "sicher nicht den Richter spielen". Man versuche, "halbwegs auszukommen". Ob Kurz zurück in die Politik komme sei "seine Entscheidung". 

Quelle: Redaktion / koa