Vorläufiges Endergebnis der Wien-Wahl

14. Okt 2020 · Lesedauer 3 min

Nach Auszählung der Wahlkarten: SPÖ: 41,6 Prozent, ÖVP: 20,4, Grüne 14,6, NEOS: 7,5, FPÖ: 7,1, Strache 3,3

Das vorläufige Endergebnis der Wien-Wahl mit Briefwahlstimmen liegt vor. Demnach kommt die SPÖ auf 41,62 Prozent, die FPÖ auf 7,11, die Grünen auf 14,80, die ÖVP auf 20,43, NEOS auf 7,47, Strache auf 3,27, Links auf 2,06, Bier auf 1,8 und SÖZ auf 1,2.
 

Vorläufiges Endergebnis

Die SPÖ kommt somit auf 46 Mandate, ÖVP auf 22, Grüne auf 16, FPÖ auf 8 und NEOS ebenfalls auf 8.

Mandatsverteilung

Die 321.056 Wahlkarten - fast44 Prozent der Stimmen - sind fertig ausgezählt und haben die Stimmenanteile noch recht deutlich verändert. 

So bekam die Stadtkarte - die am Sonntag nach der Urnenwahl durchgehend rot eingefärbt war - zwei türkise Tupfer: In der Inneren Stadt und in Hietzing liegt die ÖVP letztlich doch recht deutlich vor der SPÖ.

Ergebnisse im Detail

Insgesamt schnitten ÖVP und Grüne bei den Briefwählern - auch von den Hochrechnern nicht ganz in diesem Ausmaß erwartet - stark ab. Die ÖVP kam letztlich doch noch knapp über die 20-Prozent-Marke, mit 20,43 Prozent, das ist ein Plus von 11,19 Prozentpunkten. Die Zahl ihrer Abgeordneten hat sich mehr als verdreifacht, von sieben auf 22.

Die Grünen stiegen letztlich doch mit ihrem besten Wiener Ergebnis je - 14,80 Prozent (+2,96) - aus und stellen um sechs Gemeinderäte mehr (bisher 10). Sie sind jetzt drittstärkste Kraft, anstelle der eingebrochenen FPÖ.

Unangefochten Platz 1 verteidigte die SPÖ - und baute ihn um 2,03 Prozentpunkte auf 41,62 Prozent aus, ebenso die Zahl der Mandate von 44 auf 46. Anders als in den vergangenen Jahren schnitt sie bei den Briefwählern aber deutlich schlechter ab, bei den Urnenwählern hatte sie 43,09 Prozent.

Zu den Wahlsiegern zählen auch NEOS, die sich auf 7,47 Prozent (+1,31) und ihre Mandate von fünf auf acht steigern konnten.

Die Wahlverlierer fanden sich diesmal im - 2015 noch so erfolgreichen - "dritten Lager": Die FPÖ brach in Folge von Ibiza und Spesenaffäre vom Rekordwert 30,79 auf nur mehr 7,11 Prozent ein. 26 ihrer bisher 34 Mandatare müssen sich verabschieden- und auch vom Posten des Vizebürgermeisters.

Gescheitert ist Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: Seine neue Partei, die Liste HC Strache, blieb mit 3,27 Prozent weit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Sowohl FPÖ als auch HC schnitten bei den Briefwählern stark unterdurchschnittlich ab, ihre Gesamtergebnisse waren noch deutlich schlechter als im am Sonntag verkündeten Urnen-Ergebnis.

Zugelegt hat mit den Briefwählern natürlich die Wahlbeteiligung - und zwar auf 65,27 Prozent. Das bedeutet freilich immer noch einen kräftigen Rückgang um 9,48 Prozentpunkte. Zurückzuführen war dieser einerseits auf die Corona-Pandemie und andererseits auch darauf, dass viele frühere FPÖ-Wähler den Urnen fern blieben.

Wahlbeteiligung

Quelle: Agenturen