Nowotny rechnet trotz Omikron mit "gutem Sommer"

14. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Welche Auswirkungen die Ausbreitung der Omikron-Subvariante BA.2. auf das Infektionsgeschehen nehmen wird, wisse man noch nicht, sagt der Virologe Norbert Nowotny im PULS 24 Interview. Trotzdem rechne er mit einem "sehr guten Sommer".

Hinsichtlich des Corona-Infektionsgeschehen "erwartet uns aller Voraussicht nach ein sehr guter Sommer", prognostiziert der Virologe Norbert Nowotny im PULS 24 Interview. Für die kommende Herbstsaison sei es allerdings schwer, Voraussagen zu tätigen. Nowotny gehe davon aus, dass es dann "eine Omikron oder eine Omikron-ähnliche Virusvariante" geben wird, "wo wir dann keine Lockdowns mehr brauchen".

Corona-Fälle auf Hochplateau

Derzeit befinde sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf einem "Hochplateau". Inwiefern die Omikron-Subvariante hier erneut einen Anstieg verursachen könnte, könne man laut dem Virologen derzeit noch nicht sagen. Sollte diese Zahl erneut durch die rasche Verbreitung der Subvariante anstiegen, dann könne sich auch die "generelle Omikron-Welle etwas verlängern".

Bei den Beratungen über mögliche Lockerungen beziehe sich die Bundesregierung auf die Aussagen des Corona-Prognose-Konsortiums. "Mir wäre es fast ein bisschen lieber, wenn wir nicht den Prognosen folgen, sondern den tatsächlichen Zahlen", meint Nowotny im Interview. Denn man wisse noch nicht, inwiefern sich die Omikron-Untervariante auf das Infektionsgeschehen auswirken werde.

Generell gehe eine Änderung der Quarantäneregeln "Hand in Hand" mit den Maßnahmen zur Teststrategie. Statt sich nach fünf Tagen freitesten zu können, spricht sich Nowotny hier für eine Regelung nach sieben Tagen aus. Denn hier sei die Chance hoch, dass die Erkrankten kaum mehr Viren ausscheiden würden. "Die Freitestung funktioniert am Tag fünf sehr selten", da 80 Prozent der Infizierten noch Viren ausscheiden.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea