APA - Austria Presse Agentur

USA mittlerweile mit mehr Corona- als Weltkriegstoten

21. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Coronatoten in den USA ist inzwischen höher als jene der während des Zweiten Weltkriegs im Kampf gefallenen oder auf andere Weise gestorbenen US-Soldaten.

Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete bis zum späten Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) rund 406.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben des US-Veteranenministeriums waren im Zweiten Weltkrieg insgesamt 405.399 Soldaten der US-Streitkräfte gestorben.

Mit der am Mittwoch erreichten Zahl von 4.231 Toten wurde damit der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie erreicht. Am 12. Jänner hatte man einen Höchstwert von 4.462 verzeichnet. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen war am selben Tag mit 178.255 vergleichsweise niedrig. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Jänner mit 298.031 neuen Fällen registriert.

Die symbolische Marke von 406.000 Toten wurde indes just an dem Tag überschritten, als der neue US-Präsident Joe Biden sein Amt antrat. Er hat die Bekämpfung der Pandemie, welche die USA auch in eine verheerende Wirtschaftskrise gestürzt hat, zur Priorität seiner ersten Amtsmonate erklärt. Seinem Vorgänger Donald Trump wird von seinen Kritikern vorgeworfen, die Pandemie verharmlost und damit zur massiven Ausbreitung des neuartigen Virus beigetragen zu haben.

Die Vereinigten Staaten sind von den Toten- und Ansteckungszahlen her das mit Abstand am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchte Land der Welt. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 24,4 Millionen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten registriert.

Quelle: Agenturen