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USA entsenden 1.000 weitere Soldaten nach Polen

03. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Die USA haben die Aufstockung ihrer Truppen in Polen um 1.000 Soldaten im Zuge des Teilabzugs aus Deutschland bestätigt. Die Zahl der über Rotationen in Polen eingesetzten US-Soldaten werde von derzeit 4.500 auf 5.500 erhöht, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit. Grundlage sei ein neues Abkommen, mit dem die Verteidigungspartnerschaft zwischen beiden Ländern "zementiert" werde.

Die USA haben die Aufstockung ihrer Truppen in Polen um 1.000 Soldaten im Zuge des Teilabzugs aus Deutschland bestätigt. Die Zahl der über Rotationen in Polen eingesetzten US-Soldaten werde von derzeit 4.500 auf 5.500 erhöht, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit. Grundlage sei ein neues Abkommen, mit dem die Verteidigungspartnerschaft zwischen beiden Ländern "zementiert" werde.

Der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak hatte am Freitag gesagt, die USA würden "mindestens" 1.000 US-Soldaten nach Polen verlegen. Zwei Tage zuvor hatten die USA den Abzug von knapp 12.000 Soldaten aus Deutschland verkündet. Ein Teil der Truppen soll in die USA zurückkehren, ein Teil in andere europäische Länder verlegt werden.

Bei der Entsendung der 1.000 Soldaten nach Polen sprechen die USA nicht von einer dauerhaften Stationierung, sondern von einer Rotation. So werden die Soldaten nicht von ihren Familien begleitet. Die NATO hatte Russland 1997 zugesagt, auf eine dauerhafte und umfangreiche Stationierung von Truppen in Osteuropa zu verzichten.

Der massive US-Truppenabzug aus Deutschland hat auf beiden Seiten des Atlantiks Kritik ausgelöst. US-Verteidigungsminister Mark Esper beteuert zwar, mit der Streitkräfte-Neuorganisation in Europa würden die NATO und die Abschreckung gegenüber Russland gestärkt.

US-Präsident Donald Trump begründet den Teilabzug aus Deutschland aber in erster Linie mit den in seinen Augen zu niedrigen Verteidigungsausgaben Deutschlands. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, mit seinem Vorgehen die transatlantischen Beziehungen zu schwächen - und damit letztlich den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu stärken.

Quelle: Agenturen